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Freitag, 10. Juli 2026

Kempen/Niederrhein

Kempen am Niederrhein gelegen wird von der großen, imposanten Burg und der kath. Kathedrale dominiert. Die Kleinstadt erinnert mit ihren alten Fachwerhäusern und den Rosen sehr an englische Kleinstädte. 

Kempen/Niederrhein

Die alte Burg, direkt am Eingang zur Stadt.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Angst und Konflikt

Wenn du einen inneren Konflikt hast, sagen wir einmal Angst, dann gehe niemals in die Geschichten, die dir die Angst erzählen möchte. Gehe nur in das Gefühl, siehe, wie es stärker und schwächer wird. Wenn du in die Geschichten gehst, dann legst du zusätzlich Holz ins Feuer des Kamins und das Feuer lodert auf. Due Folge ist, du leidest immer stärker. 

Wenn du einen äußeren Konflikt hast, sagen wir, jemand streitet mit dir und provoziert dich, dann reagiere erst einmal für drei Atemzüge nicht. Nutze diesen Puffer um zu einer ruhigen Option zu kommen, ob oder in welcher Form du reagieren musst. 
Schaffe Abstand zwischen deinen Gefühlen und deiner optionalen Handlung. So generierst du Freiheit und du schadest weder dir noch andere. 
Oftmals kann ein vorschnell losgeschossenes Wort großen Schaden anrichten. Halte dich zurück und schaffe diesen Puffer und atme einfach drei, viermal. Dann kannst du angemessen reagieren oder auch nicht. Diese Freiheit hast du. 

Umso mehr du negative Gedanken durch positive ersetzt, was eine harte Arbeit und gesteigerte Achtsamkeit voraussetzt, umso mehr wird dein Geist langsam freundlicher zu sich selbst und zu anderen. Aber Achtung! Diese "neu Programmierung" bedeutet, dass wir viel Geduld und Zeit uns einräumen müssen und eine gute Ausdauer benötigen um uns selber positiver zu "programmieren." Letztendlich werden wir wenn wir jahrzehntelang negativ gewohnt waren zu denken, ganz langsam uns verändern: unser Geist und unser Denken wird lichter, heller und freundlicher.

Sonntag, 10. Mai 2026

Tagebuch 10.Mai 2026

Liebe Freunde, ihr habt euch vielleicht gefragt, warum ich mich längere Zeit nicht gemeldet habe. Hier die Auflösung der Frage..

Mein bester Freund hat sich am 7. März völlig überraschend auf die Gleise gelegt in Düsseldorf Benrath. Wir waren 35 Jahre befreundet. 
Er tat dies in völliger Ruhe und obgleich sich noch Wartende bemühten, ihn von den Gleisen zu ziehen, war es zu spät. 
Er hatte sich seelenruhig mit dem Bauch nach unten auf die Gleise gelegt und der einfahrende ICE, der mit 180 km/h fuhr, hatte zwar noch eine Notbremsung versucht, aber es war zu spät. 

Mein Freund war bei dieser Geschwindigkeit innerhalb von 1 Sekunde tot! 

Ich war eine Woche später am Gleis und sah selbst, mit welcher unglaublichen Geschwindigkeit der Zug durchfuhr. Eine Sekunde. 
Trotz Notbremsung war der Bremsweg lang bei der Geschwindigkeit und leider sind seine Gedärne und Körperteile weit verstreut gewesen. Ich schreibe dies, weil ich den Tod schonungslos darstellen möchte. 

Für mich war dies ein sehr großer Schock und auch eine Zäsur im Leben. Hat es sich gezeigt, wie schnell und wie zerbrechlich das Leben ist. 1 Sekunde...

Er war wohl überarbeitet, denn er arbeitete als Therapeut in einer Sozialpsychiatrie. Ferner hatte er wohl sebstmanisch-depressive Episoden bei sich entdeckt und da er wohl wusste, wie diese schreckliche Erkrankung endete, hat er sich auf die Gleise gelegt. 
Körperlich war er gesund und mit 54 Jahren noch recht "jung." 

Wir hatten zusammen studiert ; das Studium ist nicht einfach und oftmals hat er mir geduldig geholfen, wenn ich als junger Mann, impulsiv alles hinschmeißen wollte und frustriert war. 

Er war mein bester Freund, meinem Herzen sehr nah und ich habe ihn geliebt. Selbst für mich kam dies sehr überraschend, da er nie viel von sich und seinen Gefühlen gesprochen hatte. 

Er war ein herausragender Therapeut und hat vielen Menschen geholfen. Doch leider konnte er sich nicht selbst helfen, noch über seine Lage sprechen. Er sagte nur, er würde schlecht schlafen und es ginge ihm nicht gut. Mehr nicht. Weiteres war auch nicht herauszubekommen. Eine Sekunde...

Ferner war er ein Kunstsammler und selber Künstler. Er hat Gedichte geschrieben wie ich und er war der Größere von uns beiden. Seine Expertise in Sachen Kunstwissen war erstaunlich und auch sein milder Humor und seine Vernunft, die ich oft bewundert hatte. Er war mit vielen Künstlern verbunden und er selbst hatte eine große Kunstsammlung. 
Seine Wohnung war stets sehr sauber und seine Ausstattung vortrefflich in der Weise, dass er ausgewählte Möbel besaß. 

Wir hatten unsere Differenzen, hatten uns auch mitunter in den Haaren, jedoch war die Liebe in der Freundschaft zwischen uns nie in Gefahr. 

Ich trauere noch ; er wird bis zu meinem letzten Atemzug bei mir sein. Eine gewisse Leere ist in mir, denn wir hatten fast jeden Abend gechattet und uns von unseren Erlebnissen des Tages berichtet. Er ist den Weg nach dem Studium in die Psychiatrie gegangen, ich den in die Psychologie. 

Er war hochintelligent, humanistisch gebildet und hinterließ Kunstbücher, in denen er jedes seiner Kunstwerke aufführte und hervorragend fotografiert hatte und sie fachlich brilliant schilderte und besprach, auch im historischen Kontext. 

Eine gute Wiedergeburt hat er bestimmt schon erlebt. Ein guter Mensch ist von uns gegangen. Möge er in den Bereich der Götter wiedererscheinen und möge Amitabha Buddha, in seine grenzenlosen Mitgefühl ihn liebevoll begleiten. 

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Allen Lesern wünsche ich ein freudig empfangendes neues Jahr 2026. Als ich ein kleiner Junge war, hatte ich immer gedacht, dass im Jahr 2026 die Welt futuristisch aussieht, mit fliegenden Autos und Robotern, die Fast Food verkaufen und Mondbasen mit Kuppelglasdächern, wo sich unterhalb eine Stadt abzeichnete. Ist vieles nicht eingetreten, aber nach mir wird's bestimmt erfolgen. Wer weiß schon, wie wir - wenn - in fünfzig oder hundert Jahren leben werden? In welcher Welt werden unsere Kinder aufwachsen und wir dann als Kinder unserer Kinder? Alles ist in Bewegung, nichts bleibt, alles wird stets frisch und das Alte muss sterben und Neuem Platz machen. Ein ewiger Kreislauf von Sterben und Werden. Andre Gide sagte: "Stirb und werde!" Da ist vieles enthalten. Ich hoffe, wir werden es schaffen, eine friedlichere Welt zu schaffen. Vor allen Dingen jedoch eine Welt, in der wir in uns mehr Frieden finden, das ist die Grundvoraussetzung für Frieden im Äußeren. Wenn es uns gelingt, zu uns selbst freundlicher, vergebender und geduldiger zu werden, haben wir viel geschafft. Ein liebender Geist ist auch fähig, andere zu lieben. Auch das ist eine unabdingbare Voraussetzung, ja für Bedingung, dass dieses Leben für uns als Menschheit weiter geht. Denn wir sollten nicht so selbstbezogen sein, nur an uns zu denken: Die Natur, die Pflanzen auch unsere Fauna, die Tiere, haben das Recht auf ein gutes Leben in einer Natur, die funktioniert. Dieses ist nicht politisch gemeint, es ist spirituell gemeint, denn es ist unsere Aufgabe. Ich hoffe nicht, dass ein Wort eines Dichters stimmt, der sagte: "Die Menschen sind als Engel auf die Welt gekommen um sich um sie liebevoll zu kümmern, das ward ihr Auftrag gewesen doch sind wir Dämonen geworden, die aus Habgier und Übelwollen alles auslöschen." Ich hoffe, wir werden noch rechtzeitig aufwachen und die Schleier der Verblendung und Ignoranz lüften und erkennen, wie schön doch alles ist, was existiert und wie fragil und zärtlich es behandelt werden muss. Mit diesen Gedanken wünsche ich uns allen ein gutes neues heranbrechendes Jahr 2026.