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Freitag, 14. Mai 2021
Dienstag, 4. Mai 2021
Nach einer formellen Meditation, oder auch zwischendurch, wenn wir kurz Innehalten, das Widmen der Verdienste nicht vergessen. Vielleicht widmen wir unsere Verdienste den Wesen in den Höllen, auf dass sie dort weniger leiden und zum Wohle aller Wesen frei werden und der Erleuchtung zustreben. Gerade die Höllenwesen mit ihren großen Qualen bedürfen auch unseren Widmungen. Wenn wir unsere Verdienste ihnen schenken, vermindert dies ihre unsäglichen Qualen. Wir können denken oder es aussprechen: "Mögen doch diese Verdienste, die ich erworben habe durch diese Meditation, durch diese großzügige Tat, den Wesen in den Höllen ihr Leid, ihre Verzweiflung und ihre grausamen Qualen lindern und möge dieses Verdienst dazu beitragen, dass sie dereinst Erleuchtung für alle Wesen erreichen!"
Montag, 26. April 2021
Viele Probleme auf der Welt und in Beziehungen zwischen Menschen würden obsolet, wenn wir anstatt übereinander zu sprechen, miteinander aufrichtig reden. Und, es sei ein wenig beachtet: Wie oft gehen wir nach dem Hörensagen, erfreuen uns am Tratsch und befeuern selbst gern Gerüchte und transportieren Halbwahrheiten? Wir denken, wenn wir dies nicht tun würden, wäre unsere Sprache nicht mehr so farbig, so soap-mäßig. Oder wir reden einfach ohne Sinn und Verstand aus Langeweile. Es könnte ja eine schöne Erfahrung sein, findet ihr nicht?, wenn wir einmal vereinigende Worte sprechen, das Gute loben und uns daran erfreuen, wenn wir ein Kompliment machen und so ein Gesicht erstrahlen lassen. Wäre dies nicht eine Alternative? Wir schlafen gut, die Freunde und Kollegen mögen uns und wir haben keine Angst vor Feinden. Auch die Devas (Gottheiten) erfreuen sich an uns und sind gern unser Gast und spenden viel Segen. Wenn wir dereinst sterben gelangen wir zu einer glücklichen Wiedergeburt mit Menschen in unserer Umgebung, die uns lieben und uns ein warmes Willkommen bereiten.
Freitag, 16. April 2021
Binnenklima
Wenn wir in einer langen Beziehung sind sollten wir stets darauf achten, wie wir miteinander reden.
Mir fällt auf, dass oftmals die Sprachvorsätze der freundlichen, wahrhaftigen und respektvollen Kommunikation nicht immer beachtet werden: Partner schnauzen sich an und reagieren gereizt aufeinander. Man ist ja in einer Beziehung und kann allen Dingen freien Lauf lassen.
Der Buddha empfahl eine besondere Achtsamkeit auf die Sprache zu legen. Sie sollte von Freundlichkeit, Unterstützung und Wohlwollen geprägt sein, kurzum: von Achtsamkeit.
Sonntag, 4. April 2021
Freitag, 2. April 2021
"Wenn ihr genau in diesem Moment ein glückliches Gefühl habt, dann teilt es mit allen Wesen, gebt es her. Was ist die Folge? Wenn wir in dieser Form teilen, sogar unser Glück und nicht danach greifen, als würde es uns gehören, dann vervielfältigt sich euer Glück und ihr tragt zu eurem Wohl bei, jedoch auch zum Wohle der Welt. Bedenkt: Nichts geht verloren, alles kehrt zurück, jeder Gedanke, jedes Gefühl ist wichtig. Wenn wir uns so üben, schaffen wir eine Atmosphäre von Frieden und Wohlbefinden in uns und um uns herum. Das eigene Glück hergeben ist ein Zeichen von tiefer entwickelter Großzügigkeit. das eigene Ego ist nicht mehr so zentral und wir üben uns im freudvollen Loslassen. Glücklich ist man dann, wenn wir andere ebenfalls glücklich vor uns sehen und in entspannter, freudige und liebevolle Gesichter schauen." Ngakpa
Freitag, 19. März 2021
Moratorium
Wenn wir eine Beziehung führen, kann es wie am Himmel gleichsam auch dunkle Wolken geben und oftmals erscheinen auch helle, freundliche Wolken. Dies ist völlig normal, solange wir ein Ego besitzen welches himmelhoch jauchzt oder zu Tode betrübt ist.
Ayya Khema sprach einmal: "Ohne (m)ich ist das Leben ganz einfach " Hier ist viel Weisheit enthalten, die wir durchaus kontemplieren sollten.
Was aber, wenn es in einer Partnerschaft eine lange Zeit der dunklen Wolken gibt? Auch dies ist häufig anzutreffen, wenn Partner lange Zeit zusammen sind.
Es gibt vielleicht zwei Wege, die wir uns ansehen können.
1. Der analytische Weg:
Hier wird eine klare Kosten-Nutzen Analyse durchgeführt. Was bringt mir der Partner und welchen Gewinn habe ich, wenn ich mit ihm oder ihr zusammen bleibe? Was verbindet uns noch: Haus, Geld, Kinder, Sex, Lebensversicherung, Aktiendepots, oder eine gewisse Routine? Bei diesem Weg fragt man sich ruhig und abgeklärt, was das Band ist, was die Partner zusammen hält? Man entscheidet aufgrund von rationalen Erwägungen. Je nach Persönlichkeitsstruktur ein gangbarer Weg, der meines Erachtens aber zu monodimensional ist.
2. Ein spiritueller Ansatz
Bei einem spirituellen Ansatz geht es eher darum, das Gute und Schöne zu sehen und sich auf das Gemeinsame und Verbindende zu konzentrieren, ohne jedoch das Leidvolle auszuklammern.
Wir fokussieren uns also auf die freundlichen Wolken und betrachten stets die liebevollen Qualitäten des jeweils anderen. "Suche die Freude!" Dies ist eine gute Losung von Pema Chödrön.
Mitunter brauchen wir jedoch auch einen zeitlichen und räumlichen Abstand, wenn dies möglich ist, vom Partner: ein Moratorium. Dieses dient dazu, in sich zu gehen, das eigene Herz zu befragen um sicher zu gehen, ob man den Partner von Herzen liebt und sich zugehörig fühlt.
Wenn wir ein Moratorium benötigen, sollten wir jedoch immer auf unsere Gedanken und Gefühle achten, denn sie schaffen unsere Einstellungen zur Welt.
Betone ich nur das Negative, oder sagt mein Herz, es braucht noch Zeit um sich zu finden?
Wir können auch das Verbindende, das lichterfüllte betrachten und unser Herz fragen, was kann ich dazu beitragen, dass solch ein hohes Gut wie eine Beziehung zu führen, nicht an Egoismen scheitert.
Wichtig erscheint mir, dass wir uns klar werden sollten, Herzensklar, was wir wirklich wollen.
Es darf in unserem Herzen durchaus turbulent zugehen, einmal darf es ein Gewitter geben, danach einen freundlichen Sonnenschein. Jedoch sollte immer das Gute und auch das Heilsame kultiviert werden in dieser Abwägung.
Eine Liebe schmeißt man nicht weg, wie eine alte Zahnpasta Tube, sie besitzt an sich einen hohen Wert. Wie oft habe ich in meiner Beratungspraxis schon Menschen erlebt, die leichtfertig eine Beziehung gelöst hatten, weil es ja einen vermeintlich besseren Partner gab und waren dann enttäuscht, als sich die Vorstellungen nicht erfüllten und wollten in ihre alte Beziehung zurück. So viel vermeidbares Leid! So viel vorschnelles, unkluges Handeln!
Wichtig bei diesem Moratorium ist auch, dass beide Partner ernsthaft bereit sind, aus dem Moratorium an sich zu arbeiten und Schritte effektiv zu gehen um sich weiter kennenzulernen und zu vertiefen. -
Liebe bedeutet ja, die lebenslange Bereitschaft den Partner kennenzulernen und vertraut zu werden.
Partnerschaft bedeutet ja auch, dass ein Mikrokosmos aus Liebe entsteht, wo beide Partner an einem Strang ziehen um das Leben zu bewältigen. Dieses strahlt dann auf den Makrokosmos aus, also auf andere Menschen. Wir nennen dieses limbische Resonanz.
Wenn jedoch Beziehungen nur einseitig sind, oder fortgesetzter Betrug stattfindet, dann ist es besser, zu scheiden, denn dieses bedeutet, dass Heilung nicht erwünscht und möglich ist, wenn es auch zu Gewaltanwendungen gekommen ist.
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