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Mittwoch, 17. Februar 2016

Langmut
Langmut ist ein Synonym, zumindest in Aspekten, von Gleichmut.
Wer langmütig ist, der ist frei vom Übelwollen und Grimm.
Es heißt, wer langmütig ist, der besitzt viel Liebe in seinem Herzen. Gleichsam wie eine gute Mutter und ein ruhiger Vater dem Tollen und Treiben der Kinder liebevoll zusieht und es erträgt.
Wer liebt, ist langmütig, er hat Geduld und ist freundlich gestimmt, nachsichtig und gütig. Langmut ist daher ein Aspekt von Gleichmut; Gleichmut jedoch ist weit umfassender, da unser Herz zum Frieden gefunden hat.
Greifen nach Meditationserfolg
Auf der konventionellen Ebene ist es nicht förderlich, in der Meditation irgendetwas Greifen zu wollen. Wie oft meint unser Geist, dass es doch in der Meditation einen Erfolg wie zum Beispiel Ruhe, Frieden, Heiligkeit oder gleichsam immer in seligen Bewusstseinszuständen zu verbleiben und im Alltag immer abgeklärt zu sein, zu erreichen sein möglich sei.
Ich muss enttäuschen!

Wenn du auf einer subtilen oder doch grobstofflichen Ebene greifst, kann sich dahinter unmerklich, ganz verborgen, der Wunsch zu sein  verstecken. Höre auf nach Erfolg zu schielen. Sitze. Mehr ist nicht zu tun.
Lasse alle Konzepte fallen, denn genau das ist es, das Greifen nach Erfolg! "Wenn ich das erreicht habe, werde ich immer ruhig und freundlich sein!", solange bis sich in der Schlange beim Einkaufen sich jemand dreist vordrängelt. Aus ist es dann mit unserem Konzept! Die Welt hat dich rabiat an die Nase gefasst.

Übe einfach, denke nicht so viel und habe Langmut mit Dir, dann wird alles sich so richten, wie es sein soll. Habe einfach Vertrauen und übe dich in deiner Praktik.

Samstag, 13. Februar 2016

Konzepte
Wenn du in irgend einer Angelegenheit  gescheitert  bist, kann es daran liegen, dass du dir zu viele Konzepte gemacht hast, wie etwas zu sein hat. Dieses wird in der Regel scheitern, da du dir ausmalst, wie die Zukunft sein wird. Ausmalen sind schöne Luftschlösser, von außen schön, von innen verkommen.

Konzepte führen dich von dir selbst weg, leiten in die Irre und verhindern Offenheit für das, was jetzt an diesem Ort und in deinem Geist passiert.
Hüte dich auch vor diesen Gedanken über die Zukunft, sie machen dein Denken kompliziert und verhindern häufig, dass dein Herz sich freudig zu öffnen vermag.

Denke liebevoll, sieh, was du hast und wünsche nicht so viel mehr. Hast du einen Wunsch erfüllt, steigt sogleich der nächste Wunsch auf. So bleibst du Sklave deines Begehrens. Dieses aber führt zur inneren Leere und zum Überdruss.

Konzepte führen dazu, dass du unmerklich  dich von dir selbst entfernst und du hierdurch in die Falle des Ego gerätst,  welches immer unzufrieden mit allem ist.
Siehe mehr das Schöne in dir und um dich herum.

Montag, 8. Februar 2016

Die Hüter der Welt
Der Erhabene sprach von zwei Hütern der Welt: Otappa und Hiri (HRI). Otappa bedeutet "Furcht vor unheilsamen Handlungen und Hiri (HRI) so viel wie "Scham." Warum nun werden sie als Hüter der Welt angesehen? 

Wer Achtsamkeit (Sati) praktiziert, dem wird nach einer gewissen Zeit klar, dass Handlungen Folgen hervorrufen. Wer freigiebig ist, unterstützend, auf seine Rede achtet und liebevoll zu den Wesen ist, derjenige wird gute Folgen erhalten. Die Wesen mögen ihn und er wird ein angenehmes, weil achtsames Leben führen. Otappa genau bedeutet, dass wir uns dieses klar bewusst machen sollten. Nach dem Karmagesetz haben alle Handlungen, alle Gedanken und auch unsere Motivation karmische Folgen. Otappa ist genau die Furcht, unangemessen und unheilsam zu handeln. Im Vajrayana können jedoch unheilsame Handlungen wieder gereinigt werden, in dem wir uns entschuldigen, etwas wieder gut machen und letztendlich die Verantwortung für uns und unser Handeln übernehmen. 

Otappa ist eine gute Kontemplation. Wie sieht unser Handeln aus? Welche Folgen haben wir vielleicht schon gespürt und wie können wir unsere Ethik, unser sittliches Handeln stetig verbessern? Diese Betrachtungen können uns großen Segen bringen, da sie uns auf dem Pfad des Glücks geleiten können.

Hiri oder Skt. HRI hat die Bedeutung von Scham. Wer eine unheilsame Tat begannen hat - und kein Wesen, was nicht erleuchtet ist, tut dieses vielleicht - der ist durch Hiri auch geschützt und behütet. Er erkennt seine verletzenden Taten, gerät darüber in positiven Scham und ist sich seiner Verantwortung und Otappa bewusst. Er kehrt ohne Unterlass direkt zum heilsamen Pfad zurück und versucht durch die heilsame Motivation, das begannene Unrecht wieder zu bereinigen. Hiri bedeutet nicht, dass wir uns selber anklagen oder uns in Depressionen stürzen. Hiri bedeutet ein stilles Anerkennen, dass wir nicht förderlich gehandelt haben und wir dieses wieder verändern um auf dem Pfad zurück zu kommen. Diese Sicht, unser ethisches Gewahrsein bringt großen Verdienst, da wir wieder wissen, dass wir auf dem Pfad des Dharma zurück gelangt sind.

Wenn wir in die Hüter der Welt Vertrauen fassen, dann können wir, stets achtsam und auf unsere Handlungen achtend, ein gutes Wiedererscheinen in der nächsten Welt gewährleisten und wir leben in dieser Welt voller Ruhe und ohne Angst, Reue und Depression. 
Somit sind Otappa und Hiri wahrlich vom Buddha als die Hüter der Welt bezeichnet worden, die Hüter der äußeren Welt wie die Hüter der inneren Welt. 

 

Samstag, 30. Januar 2016

Wer Fragen zu den geposteten Artikeln hat oder generell zum Buddhismus kann mir via Email schreiben:

psychandresblock@googlemail.com

Es dauert ein paar Tage, Antwort kommt auf jeden Fall.