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Sonntag, 3. April 2016
Was ist Meditation und was ist sie nicht? Aspekte der Kontemplation.
Mein Lehrer Mingyur Rinpoche gab unlängst eine sehr klare Belehrung über Meditation. Er sagte, dass Meditation Präsenz und Gewahrsein bedeutet. Aspekte wie Ruhe und Freude sind Nebeneffekte, welche aber nichts mit der Meditation an sich zu tun hätten; es sind Nebeneffekte.
Meditation ist das klare Gewahrsein von allen Phänomenen, ob sie nun Gedanken, Körperempfindungen oder Gefühle sind oder Phänomene des "Äußeren" wie Gerüche und Töne.
Dabei ist es wichtig, nicht wie ein Roboter zu konstatieren sondern eine wirkliche Offenheit und Empfänglichkeit in der puren Präsenz zu besitzen: Wir beurteilen nicht, wir hängen nicht an den Gedanken und führen sie fort noch ärgern wir uns, noch lehnen wir diese unangenehmen Phänomene wie Ärger, Übelwollen oder Gier ab. Wenn wir es dennoch tun, bemerken wir dieses, ohne weiter den Reaktionen nachzugehen, wir lassen sie gleichsam ausklingen, so wie eine Welle erst mächtig ist und dann am Strand leicht gekräuselt angelangt. Wir sind dann wirklich in der Meditation, wenn wir all diese Phänomene bemerken in einen Raum von Weite und Offenheit.
Meditation ist nur dieses: Eine pure Präsenz, mehr nicht! Wenn wir nach der Meditation voller Ruhe und stiller Freude sind, so sollten wir dieses durchaus bemerken und spüren, wie Meditation wirkt.
Meditation bedeutet nicht, dass wir träge und faul unseren Gedanken nachgehen, uns in Träumen und wundervollen Filmen verlieren noch dass wir Ärger, Gier und Spinnereien zusätzlich mit Gedanken nähren. Wir geben den Dingen dann zu viel Aufmerksamkeit und machen unser Ego fett.
Meditation bedeutet - wenn wir es versuchen annähernd zu beschreiben - Schweigen, die Dinge zur Ruhe kommen zu lassen.
Wenn wir abgelenkt sind, bemerken wir diese Ablenkung (Distraction) und sind wieder im achtsamen Verweilen.
Im Buddhismus unterscheiden wir zwischen Meditation und Kontemplation. Eine Kontemplation ist eine fokussierte Betrachtung über ein spirituelles Thema wie zum Beispiel die Kontemplation über den Tod, über die Vergänglichkeit (oder über die nachteile des Greifens und Festhaltens), den Früchten des spirituellen Lebens oder den Eigenschaften eines Buddha.
Kontemplation kann nach einer Meditation erfolgen oder als selbstständige Übung aufgenommen werden.
Ziel der Kontemplation ist es, sich zu erinnern, warum wir das spirituelle Leben aufgenommen haben und bestimmte Themen klar zu durchdenken, ohne in Trauer oder Widerwillen zu gelangen, wie zum Beispiel der Leichenfeldbetrachtung.
Wir geben gleichsam unserem spirituellen Leben eine Vertiefung und runden es in der Kontemplation ab.
Kontemplation bedeutet, dass wir uns eine Richtung geben und den Pfad durch die Betrachtung sicherer gehen können. Wir können also sagen, dass Kontemplation ein fokussiertes offenes Sehen bedeutet, welches unsere Praxis zu bereichern vermag.
Mein Lehrer Mingyur Rinpoche gab unlängst eine sehr klare Belehrung über Meditation. Er sagte, dass Meditation Präsenz und Gewahrsein bedeutet. Aspekte wie Ruhe und Freude sind Nebeneffekte, welche aber nichts mit der Meditation an sich zu tun hätten; es sind Nebeneffekte.
Meditation ist das klare Gewahrsein von allen Phänomenen, ob sie nun Gedanken, Körperempfindungen oder Gefühle sind oder Phänomene des "Äußeren" wie Gerüche und Töne.
Dabei ist es wichtig, nicht wie ein Roboter zu konstatieren sondern eine wirkliche Offenheit und Empfänglichkeit in der puren Präsenz zu besitzen: Wir beurteilen nicht, wir hängen nicht an den Gedanken und führen sie fort noch ärgern wir uns, noch lehnen wir diese unangenehmen Phänomene wie Ärger, Übelwollen oder Gier ab. Wenn wir es dennoch tun, bemerken wir dieses, ohne weiter den Reaktionen nachzugehen, wir lassen sie gleichsam ausklingen, so wie eine Welle erst mächtig ist und dann am Strand leicht gekräuselt angelangt. Wir sind dann wirklich in der Meditation, wenn wir all diese Phänomene bemerken in einen Raum von Weite und Offenheit.
Meditation ist nur dieses: Eine pure Präsenz, mehr nicht! Wenn wir nach der Meditation voller Ruhe und stiller Freude sind, so sollten wir dieses durchaus bemerken und spüren, wie Meditation wirkt.
Meditation bedeutet nicht, dass wir träge und faul unseren Gedanken nachgehen, uns in Träumen und wundervollen Filmen verlieren noch dass wir Ärger, Gier und Spinnereien zusätzlich mit Gedanken nähren. Wir geben den Dingen dann zu viel Aufmerksamkeit und machen unser Ego fett.
Meditation bedeutet - wenn wir es versuchen annähernd zu beschreiben - Schweigen, die Dinge zur Ruhe kommen zu lassen.
Wenn wir abgelenkt sind, bemerken wir diese Ablenkung (Distraction) und sind wieder im achtsamen Verweilen.
Im Buddhismus unterscheiden wir zwischen Meditation und Kontemplation. Eine Kontemplation ist eine fokussierte Betrachtung über ein spirituelles Thema wie zum Beispiel die Kontemplation über den Tod, über die Vergänglichkeit (oder über die nachteile des Greifens und Festhaltens), den Früchten des spirituellen Lebens oder den Eigenschaften eines Buddha.
Kontemplation kann nach einer Meditation erfolgen oder als selbstständige Übung aufgenommen werden.
Ziel der Kontemplation ist es, sich zu erinnern, warum wir das spirituelle Leben aufgenommen haben und bestimmte Themen klar zu durchdenken, ohne in Trauer oder Widerwillen zu gelangen, wie zum Beispiel der Leichenfeldbetrachtung.
Wir geben gleichsam unserem spirituellen Leben eine Vertiefung und runden es in der Kontemplation ab.
Kontemplation bedeutet, dass wir uns eine Richtung geben und den Pfad durch die Betrachtung sicherer gehen können. Wir können also sagen, dass Kontemplation ein fokussiertes offenes Sehen bedeutet, welches unsere Praxis zu bereichern vermag.
Montag, 21. März 2016
Beziehungen und Liebe
Ich werde des Öfteren einmal gefragt, welchen Rat ich für Beziehungen geben kann. Nun, ein wichtiges Anliegen ist es, darauf hinzuweisen, dass wir in Beziehungen Geduld benötigen, Geduld und Freundlichkeit. Geduld bedeutet, dass wir die Frustration, die unweigerlich entstehen kann aushalten können und lernen, damit umzugehen.
Die Dinge laufen halt nicht so, wie wir es uns immer vorstellen. Dieses wiederum bedeutet, dass wir sehr vorsichtig sein sollten, wenn wir Bilder und Vorstellungen projizieren.
Menschen sind anders als unsere Projektionen! Wir sollten eine grundlegende Achtsamkeit besitzen, Bilder und Vorstellungen, welche wie Luftbläschen in unserem Geist aufsteigen genauer zu betrachten.
Es ist schön, sich auf einen Menschen, den an gern hat zu freuen; es ist aber auch wichtig, seine Vorstellungen etwas nüchterner zu betrachten; kein Mensch kann von uns gebacken und in Form gepresst werden. Freundlichkeit hier bedeutet, in erster Linie zu uns selber freundlich zu sein und innerlich reifer, sodass wir nicht im Partner das suchen, was uns fehlt. Dieses kann eine Art von Missbrauch darstellen.
Ein geliebter Mensch kann inspirieren, jedoch sollten wir immer versuchen bei uns selbst zu bleiben. Das, was uns vermeintlich fehlt, können wir durch Kontemplation und Meditation ergründen und Wege finden, es in uns zu suchen und es zu kultivieren, wenn wir es gefunden haben.
Wir sollten unsere Defizite nicht auf den Partner übertragen; manches Mal wundert er/sie sich vielleicht, woher dieser "Blitz" kommt. Auch hier ist Gewahrsein sehr wichtig.
Wenn wir zu schnell eine Beziehung beenden, kann dies auch ein Zeichen dafür sein, dass wir die Beziehung zu uns selbst beenden oder verloren haben oder zumindest unseren eigenen Schatten nicht ansehen wollen. Denken wir darüber nach.
Geduld heißt, den Anderen nicht verändern zu wollen, jedoch in einen liebevollen Dialog mit ihm/ihr zu treten um zu ergründen, wie man gemeinsam zu wachsen vermag. Eine positive Neugier schafft Frische in einer Liebe. Loslassen schafft Raum für wirkliche Nähe und wahrhaftiger Nähe. Verletzlichkeit zu spüren bedeutet, dass wir in der Stille die Fülle unseres inneren Reichtums spüren und zugleich unsere Bedürftigkeit nach Wahrhaftigkeit. So können Beziehungen uns helfen, in die Fülle des Lebens zurück zu kehren und ein reifes Wesen, ein wahrhaftiger Mensch zu werden.
Ich werde des Öfteren einmal gefragt, welchen Rat ich für Beziehungen geben kann. Nun, ein wichtiges Anliegen ist es, darauf hinzuweisen, dass wir in Beziehungen Geduld benötigen, Geduld und Freundlichkeit. Geduld bedeutet, dass wir die Frustration, die unweigerlich entstehen kann aushalten können und lernen, damit umzugehen.
Die Dinge laufen halt nicht so, wie wir es uns immer vorstellen. Dieses wiederum bedeutet, dass wir sehr vorsichtig sein sollten, wenn wir Bilder und Vorstellungen projizieren.
Menschen sind anders als unsere Projektionen! Wir sollten eine grundlegende Achtsamkeit besitzen, Bilder und Vorstellungen, welche wie Luftbläschen in unserem Geist aufsteigen genauer zu betrachten.
Es ist schön, sich auf einen Menschen, den an gern hat zu freuen; es ist aber auch wichtig, seine Vorstellungen etwas nüchterner zu betrachten; kein Mensch kann von uns gebacken und in Form gepresst werden. Freundlichkeit hier bedeutet, in erster Linie zu uns selber freundlich zu sein und innerlich reifer, sodass wir nicht im Partner das suchen, was uns fehlt. Dieses kann eine Art von Missbrauch darstellen.
Ein geliebter Mensch kann inspirieren, jedoch sollten wir immer versuchen bei uns selbst zu bleiben. Das, was uns vermeintlich fehlt, können wir durch Kontemplation und Meditation ergründen und Wege finden, es in uns zu suchen und es zu kultivieren, wenn wir es gefunden haben.
Wir sollten unsere Defizite nicht auf den Partner übertragen; manches Mal wundert er/sie sich vielleicht, woher dieser "Blitz" kommt. Auch hier ist Gewahrsein sehr wichtig.
Wenn wir zu schnell eine Beziehung beenden, kann dies auch ein Zeichen dafür sein, dass wir die Beziehung zu uns selbst beenden oder verloren haben oder zumindest unseren eigenen Schatten nicht ansehen wollen. Denken wir darüber nach.
Geduld heißt, den Anderen nicht verändern zu wollen, jedoch in einen liebevollen Dialog mit ihm/ihr zu treten um zu ergründen, wie man gemeinsam zu wachsen vermag. Eine positive Neugier schafft Frische in einer Liebe. Loslassen schafft Raum für wirkliche Nähe und wahrhaftiger Nähe. Verletzlichkeit zu spüren bedeutet, dass wir in der Stille die Fülle unseres inneren Reichtums spüren und zugleich unsere Bedürftigkeit nach Wahrhaftigkeit. So können Beziehungen uns helfen, in die Fülle des Lebens zurück zu kehren und ein reifes Wesen, ein wahrhaftiger Mensch zu werden.
Dienstag, 8. März 2016
Die Lojong Losungen: Die Losung Nr.: 11
"Wenn die Welt nur aus Widrigkeiten zu bestehen scheint, so wandle diese in den Pfad des bohichitta um."
Probleme und Widrigkeiten entstehen im unerleuchteten Geist ständig. Unser Geist kommt nicht zur Ruhe und er schafft ständig neue Schwierigkeiten, schneller als zum Beispiel unser Körper.
Wenn wir auf Schwierigkeiten stoßen ist es wichtig, nicht immer wieder in die gleichen längst ausgetretenen Muster zu zu verfallen. Auch unsere Gewohnheiten sind mit den Mustern sehr verwandt.
Wir können die anfallenden Widrigkeiten stattdessen nutzen, unser offenes und mitfühlendes Herz zu kultivieren.
Anstatt zu hassen, mehr lieben; anstatt zu gieren, mehr Entsagung und Großzügigkeit üben; anstatt Angst zu empfinden, mehr Mut zum Guten zu entwickeln et cetera.
Es ist - und kann nicht oft genug gesagt werden - sehr wichtig, dass wir erkennen, dass wir ein gutes Herz haben. Gerade in Zeiten der Crisis ist es ratsam, sich daran zu erinnern, dass wir viele heilsame und gute Eigenschaften besitzen, die es uns ermöglichen, ein wahrer Mensch zu sein. Wandeln wir Negativität um in Freundlichkeit, Güte und Mitgefühl. Dieses sollten wir stets üben, denn hier besteht eine Möglichkeit, die eingetretenen alten Pfade zu verlassen und neue frische Luft zu atmen.
Wenn du in schwierigen Zeiten bist, dann erlaube dir Mut zu fassen und langsam dein Denken und dein Handeln zu verändern. Fange mit mehr Freundlichkeit und Vergeben bei dir selbst an; sei aufgeschlossener und freundlicher zu den Menschen in deiner Umgebung und achte darauf, deinen Geist rein zu halten; verirre dich nicht in den Medien und deren Ansichten und Meinungen sowie reinige dein Denken.
Korrigiere hassvolle Gedanken und ersetze sie durch freundliche und liebevolle Gedanken. Übe Dich stetig und gebe Dir aber auch Raum. Erwarte von dir nicht, dass du im Sprint Ergebnisse erzielst. Übe jedoch stetig und gewissenhaft. So kannst du beginnen, dein Leben freudvoller zu gestalten.
"Wenn die Welt nur aus Widrigkeiten zu bestehen scheint, so wandle diese in den Pfad des bohichitta um."
Probleme und Widrigkeiten entstehen im unerleuchteten Geist ständig. Unser Geist kommt nicht zur Ruhe und er schafft ständig neue Schwierigkeiten, schneller als zum Beispiel unser Körper.
Wenn wir auf Schwierigkeiten stoßen ist es wichtig, nicht immer wieder in die gleichen längst ausgetretenen Muster zu zu verfallen. Auch unsere Gewohnheiten sind mit den Mustern sehr verwandt.
Wir können die anfallenden Widrigkeiten stattdessen nutzen, unser offenes und mitfühlendes Herz zu kultivieren.
Anstatt zu hassen, mehr lieben; anstatt zu gieren, mehr Entsagung und Großzügigkeit üben; anstatt Angst zu empfinden, mehr Mut zum Guten zu entwickeln et cetera.
Es ist - und kann nicht oft genug gesagt werden - sehr wichtig, dass wir erkennen, dass wir ein gutes Herz haben. Gerade in Zeiten der Crisis ist es ratsam, sich daran zu erinnern, dass wir viele heilsame und gute Eigenschaften besitzen, die es uns ermöglichen, ein wahrer Mensch zu sein. Wandeln wir Negativität um in Freundlichkeit, Güte und Mitgefühl. Dieses sollten wir stets üben, denn hier besteht eine Möglichkeit, die eingetretenen alten Pfade zu verlassen und neue frische Luft zu atmen.
Wenn du in schwierigen Zeiten bist, dann erlaube dir Mut zu fassen und langsam dein Denken und dein Handeln zu verändern. Fange mit mehr Freundlichkeit und Vergeben bei dir selbst an; sei aufgeschlossener und freundlicher zu den Menschen in deiner Umgebung und achte darauf, deinen Geist rein zu halten; verirre dich nicht in den Medien und deren Ansichten und Meinungen sowie reinige dein Denken.
Korrigiere hassvolle Gedanken und ersetze sie durch freundliche und liebevolle Gedanken. Übe Dich stetig und gebe Dir aber auch Raum. Erwarte von dir nicht, dass du im Sprint Ergebnisse erzielst. Übe jedoch stetig und gewissenhaft. So kannst du beginnen, dein Leben freudvoller zu gestalten.
Ähnlichkeiten von christlicher Spiritualität und buddhistischer Spiritualität
Der amerikanische Franziskaner Richard Rohr schreibt zur Form- und Formlosigkeit:
"Und das Schweigen liegt in irgendeiner Weise aller Wirklichkeit zugrunde. Aus ihm entsteht alles Sein, und zu ihm kehrt alles zurück. Wenn das Wort "Schweigen" Ihnen nichts sagt, ersetzen Sie es durch Begriffe wie Nichts, Leere, Weite, Formlosigkeit, offener Raum oder was auch immer. Zu wissen, dass alle Dinge aus dem Nichts erschaffen sind, dass nach Gottes Plan alles, was existiert, aus dem Nichts entsteht. Erst wenn wir im Nichts Ruhe finden, können wir das Etwas wertschätzen."
Sögyal Rinpoche schreibt:
Die Natur des Geistes bildet den Hintergrund für die Gesamtheit von Leben und Tod - wie der Himmel, der das ganze Universum hält."
Quellenhinweise:
Richard Rohr, Stille und Mitgefühl, Herder, 2015
Sögyal Rinpoche, Funken der Erleuchtung, Scherz, 1995
Der amerikanische Franziskaner Richard Rohr schreibt zur Form- und Formlosigkeit:
"Und das Schweigen liegt in irgendeiner Weise aller Wirklichkeit zugrunde. Aus ihm entsteht alles Sein, und zu ihm kehrt alles zurück. Wenn das Wort "Schweigen" Ihnen nichts sagt, ersetzen Sie es durch Begriffe wie Nichts, Leere, Weite, Formlosigkeit, offener Raum oder was auch immer. Zu wissen, dass alle Dinge aus dem Nichts erschaffen sind, dass nach Gottes Plan alles, was existiert, aus dem Nichts entsteht. Erst wenn wir im Nichts Ruhe finden, können wir das Etwas wertschätzen."
Sögyal Rinpoche schreibt:
Die Natur des Geistes bildet den Hintergrund für die Gesamtheit von Leben und Tod - wie der Himmel, der das ganze Universum hält."
Quellenhinweise:
Richard Rohr, Stille und Mitgefühl, Herder, 2015
Sögyal Rinpoche, Funken der Erleuchtung, Scherz, 1995
Dienstag, 1. März 2016
Nimm Dinge nicht als selbstverständlich an
Wenn wir in Zeiten der Crisis sind, können wir manches Mal den Wert von kleinen Dingen feststellen. Stelle dir vor, du hast dir dein Bein oder deinen Arm gebrochen. Wie schön wäre es, du würdest nicht mehr im Rollstuhl sitzen, könntest allein und selbstbestimmt die Toilette durchführen und könntest bei schönem blauen Himmel nach draußen spazieren gehen oder schlichtweg dir eine Tasse Tee eingießen. Deshalb ist es auch ein Aspekt von Achtsamkeit (Pali: sati; Skt: smirti), genau sein Gewahrsein darauf zu richten, Dinge nicht als selbstverständlich zu nehmen.
Sei glücklich, wenn du gute und tief gehende Freundschaften führst - ein Segen, sich Verstanden zu fühlen, sich auszutauschen und eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Der Wert von Freundschaft wird vom Erhabenen immer wieder hoch gelobt.
Sei glücklich, wenn du ein dich liebendes Haustier hast, welches dir aus Zuneigung die Finger leckt (nimm diese Empfindung auf der Haut gut wahr) und sich abends, wenn du mit Freunden Zeit verbringst, an dich schmiegt. Hast Du schon einmal genauer den Blick eines Tieres wahrgenommen? Hast du schon einmal die Augenfarbe eines Tieres berachtet? Ich bin des öfteren bei einem guten spirituellen Freund und bin jedes Mal sehr berührt, wenn seine Siamkatze den Kontakt intensiv sucht. Welch eine Freude, welch eine Verbindung.
Glücklich sind wir dann, wenn wir positive Verbindung spüren!
Sei glücklich, wenn es dir gelingt, trotz Erkrankung zu gehen und die kühle Morgenluft durch die Nase einzuatmen. Welch ein Genuss. Wenn du an einem Bach vorbei kommst, dann höre bewusst das Wasser fließen; sei das Wasser!
Sei glücklich, wenn du eine Arbeit verrichtest, bei welcher du anderen Wesen helfen kannst. Dieses ist eine sinnvolle, weil dem Heile dienliche Arbeit. Reflektiere nach der durchgeführten Arbeit und erfreue dich am Guten. Wenn du eine Arbeit verrichtest, welche hart ist, zum Beispiel Staatsanwalt, Kommissar, dann nutze dies um Gerechtigkeit walten zu lassen und du hast eine wunderbare Gelegenheit, mit deinem Hass und deinen Vorurteilen zu arbeiten. Nutze dies zur Weiterentwicklung.
Sei glücklich, wenn du eine Beziehung hast; sei dir gewahr, dass es nicht immer einfach ist, jemanden zu finden, dem du dich öffnen kannst. Kultiviereaber hauptsächlich Freundschaft in einer Beziehung. Bedenke:
Die Grundlage jeglicher Liebe ist Freundschaft!
Sei glücklich, dass du lebst und noch Zeit hast, dich zu entwickeln hin zu mehr Menschlichkeit und Güte. Bedenke, der Tod kann jederzeit eintreten, nutze also die verbleibende Zeit und übe dringlich.
Wenn wir Gewahrsein üben, können wir auch all das Positive sehen. Ich empfehle meinen Schülern immer, genau dies auch wahrzunehmen, denn genau dieses wird dein Leben mit Sinn und Freude füllen. Ist es nicht das, was wir alle sehnen?
Verfasst zum Wohle aller Wesen, den Verdienst abgebend...
Wenn wir in Zeiten der Crisis sind, können wir manches Mal den Wert von kleinen Dingen feststellen. Stelle dir vor, du hast dir dein Bein oder deinen Arm gebrochen. Wie schön wäre es, du würdest nicht mehr im Rollstuhl sitzen, könntest allein und selbstbestimmt die Toilette durchführen und könntest bei schönem blauen Himmel nach draußen spazieren gehen oder schlichtweg dir eine Tasse Tee eingießen. Deshalb ist es auch ein Aspekt von Achtsamkeit (Pali: sati; Skt: smirti), genau sein Gewahrsein darauf zu richten, Dinge nicht als selbstverständlich zu nehmen.
Sei glücklich, wenn du gute und tief gehende Freundschaften führst - ein Segen, sich Verstanden zu fühlen, sich auszutauschen und eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Der Wert von Freundschaft wird vom Erhabenen immer wieder hoch gelobt.
Sei glücklich, wenn du ein dich liebendes Haustier hast, welches dir aus Zuneigung die Finger leckt (nimm diese Empfindung auf der Haut gut wahr) und sich abends, wenn du mit Freunden Zeit verbringst, an dich schmiegt. Hast Du schon einmal genauer den Blick eines Tieres wahrgenommen? Hast du schon einmal die Augenfarbe eines Tieres berachtet? Ich bin des öfteren bei einem guten spirituellen Freund und bin jedes Mal sehr berührt, wenn seine Siamkatze den Kontakt intensiv sucht. Welch eine Freude, welch eine Verbindung.
Glücklich sind wir dann, wenn wir positive Verbindung spüren!
Sei glücklich, wenn es dir gelingt, trotz Erkrankung zu gehen und die kühle Morgenluft durch die Nase einzuatmen. Welch ein Genuss. Wenn du an einem Bach vorbei kommst, dann höre bewusst das Wasser fließen; sei das Wasser!
Sei glücklich, wenn du eine Arbeit verrichtest, bei welcher du anderen Wesen helfen kannst. Dieses ist eine sinnvolle, weil dem Heile dienliche Arbeit. Reflektiere nach der durchgeführten Arbeit und erfreue dich am Guten. Wenn du eine Arbeit verrichtest, welche hart ist, zum Beispiel Staatsanwalt, Kommissar, dann nutze dies um Gerechtigkeit walten zu lassen und du hast eine wunderbare Gelegenheit, mit deinem Hass und deinen Vorurteilen zu arbeiten. Nutze dies zur Weiterentwicklung.
Sei glücklich, wenn du eine Beziehung hast; sei dir gewahr, dass es nicht immer einfach ist, jemanden zu finden, dem du dich öffnen kannst. Kultiviereaber hauptsächlich Freundschaft in einer Beziehung. Bedenke:
Die Grundlage jeglicher Liebe ist Freundschaft!
Sei glücklich, dass du lebst und noch Zeit hast, dich zu entwickeln hin zu mehr Menschlichkeit und Güte. Bedenke, der Tod kann jederzeit eintreten, nutze also die verbleibende Zeit und übe dringlich.
Wenn wir Gewahrsein üben, können wir auch all das Positive sehen. Ich empfehle meinen Schülern immer, genau dies auch wahrzunehmen, denn genau dieses wird dein Leben mit Sinn und Freude füllen. Ist es nicht das, was wir alle sehnen?
Verfasst zum Wohle aller Wesen, den Verdienst abgebend...
Freitag, 26. Februar 2016
Entsagung
Wenn wir über Entsagung sprechen, dann ist es ein Synonym von Loslassen. Das Wort Loslassen wird aber inflationär gebraucht und daher gleitet es manchmal nicht so in die Tiefe, wie es der Bedeutung des Wortes angemessen erscheint.
Um Loslassen ein wenig tiefer zu verstehen, wähle ich hier einen Hauptaspekt des Loslassen, die Entsagung.
Welche Ebenen des Entsagens können wir hier nennen?
1. Entsagung von Reichtümer und Besitz anhäufen
Hierunter ist zu verstehen, dass wir ein angemessenes Leben führen sollten. Es ist nicht notwendig, nach Reichtum, Sicherheit und Anhäufung zu streben. Umso mehr du besitzt, umso mehr wirst du Sorgen haben, dass dir dein Besitz abhanden kommt. Du kannst nichts mitnehmen, wenn Du stirbst, du wirst völlig nackt und schutzlos sein.
Angemessen bedeutet hier, dass wir der Gier nach immer mehr materiellen Besitz entsagen sollten, da es uns letztendlich nicht ausfüllt und unseren Geist in ständiger Ablenkung von Dingen, welche wirklich wichtig sind, fern hält.
Auch ist ein gieriger Geist ein sehr unsicherer Geist, da er eine materielle Sicherheit sucht und sie doch nie findet. Dieser Geist ist nur mit Anhäufen und der Sicherung des Angehäuften beschäftigt und sieht bei all diesen Beschäftigungen nicht seine eigene wahre Bedürftigkeit und die Bedürftigkeit von anderen Menschen; er ist also ego-zentriert.
Ein solcher Geist ist von Unruhe, Angst und Angespanntheit durchdrungen. Das Gegenmittel ist Großzügigkeit in materieller wie emotioneller Hinsicht: Unterstütze dein Zentrum oder deinen Lehrer, gib den Armen und helfe, in dem du zuhörst, Angst nimmst und Worte der Eintracht und der Unterstützung sprichst. Kurzum, handele mehr selbstlos. Löse dich von deinem Umkreisen des Ego.
2. Entsagung von Handlungen die uns oder andere Wesen schaden könnten
Unter diesem Punkt verstehen wir, dass wir aufhören, Drogen zunehmen oder Dinge zu konsumieren, die unseren Geist schädigen. Wir achten auf unsere Sprache und beleidigen nicht unseren Lehrer oder andere Menschen.
Wir betrachten auch Tiere unter dem Gesichtspunkt von Würde.
Körperlich verletzen wir nicht andere Wesen willentlich oder manipulieren sie zum Zwecke unserer Machtausübung. Wir entsagen der (politischen) Macht und sind bestrebt, keine Hierarchiestufen aus Machtwillen zu erreichen oder einen Status zu erhöhen. Dieses alles plustert unser Ego nur zusätzlich auf und wir werden es schwerer haben, wirklich davon abzulassen. Bedenke, dass du nichts Besonderes bist, übe Dich im Schweigen, habe nicht vorschnell zu allen Dingen eine Meinung, überlege erst und dann gebe deine Meinung unter dem Gesichtspunkt von Eintracht und Respekt in Bezug auf andere Wesen ab.
Fassen wir diesen Punkt zusammen, so bedeutet es, dass du ein sittliches Leben führst und daher ein ruhiges Gewissen frei von Schuldgefühlen und Unruhe besitzt. Übe dich im förderlichem Handeln.
3. Entsagung des Denken
In der Meditation üben wir uns, das Denken nicht so wichtig zu nehmen. Hier ist Humor gefragt. Wenn wir uns überraschen, dass wir uns wichtig nehmen, bemerke es und betrachten es humorvoll. Humor schafft eine subtile Distanz zu unserem Ego.
Wenn wir unter Ängsten, Depressionen und Erwartungen leiden, bemerken wir sie, stellen uns der Erfahrung, nähren sie aber nicht.
Sei total anwesend, spüre und stelle Dich, aber füttere diese Phänomene nicht durch zusätzliche Gedanken, was alles passieren könnte. Das Denken nicht mehr so wichtig zu nehmen ist eine zentrale Praktik des spirituellen Lebens.
Wir identifizieren uns mit unserem Denken zu stark. Entsagung bedeutet hier, abzulassen, mehr Raum zu geben und zu versuchen, negative Gedanken durch positive Gedanken zu ersetzen. Wenn uns dies gelingt, dann stellen wir überrascht fest, dass das Denken auch nur eine Funktion, ein Instrument unseres Geistes ist. Hüte dein Denken! Es schafft Himmel und Hölle!
4. Entsagung vom Ego, des Machers
Hier zeigt sich deutlich die spirituelle Entwicklung eines aufrichtig Praktizierenden. Schaue mehr auf das Wohl anderer als auf dein Wohl. Übe dich darin ein zurückgezogenes Leben zu führen.
Nimm immer mehr Abstand zum Getöse der Welt und hüte Dich vorschnell einzugreifen. Identifiziere dich nicht mit allem sondern betrachte alle Dinge als vorläufige Phänomene. Wenn Dinge nicht fest sind und immer weniger "mein" und "dein" werden, entsteht unwillkürlich ein großzügiges und unterstützendes Verhalten, was befreit und wirklich satt macht.
Ferner entsage der Kontrolle über die Dinge. Du wirst feststellen, wie wenig wir eigentlich wirklich kontrollieren können und wie zerbrechlich wir sind. Wir gehen schnell kaputt, wir sind anfällig und wir müssen nicht alles kontrollieren und über alles Macht ausüben. Entsage dem! Übe dich mehr in Zufriedenheit. Gehe nicht ständig über Grenzen bei dir oder bei anderen Menschen; versuche jedoch immer dich weiter zu entwickeln aber ohne Druck und ohne Zwang. Habe mehr Vertrauen zu Dir, dass du es schon schaffen wirst, denn du hast schon so viele Lebensherausforderungen bestanden. Sei gütig und voller Zutrauen zu Dir und auch zu anderen.
Wenn wir diese vier Aspekte der Entsagung üben, werden wir vielleicht feststellen, dass unser Leben materiell "ärmer" wird, wir aber ein reiches und sinnvolles Leben führen. Entsagung bedeutet, die Fülle des Lebens zu erfahren, da wir wirkliches Glück finden werden.
Wenn wir über Entsagung sprechen, dann ist es ein Synonym von Loslassen. Das Wort Loslassen wird aber inflationär gebraucht und daher gleitet es manchmal nicht so in die Tiefe, wie es der Bedeutung des Wortes angemessen erscheint.
Um Loslassen ein wenig tiefer zu verstehen, wähle ich hier einen Hauptaspekt des Loslassen, die Entsagung.
Welche Ebenen des Entsagens können wir hier nennen?
1. Entsagung von Reichtümer und Besitz anhäufen
Hierunter ist zu verstehen, dass wir ein angemessenes Leben führen sollten. Es ist nicht notwendig, nach Reichtum, Sicherheit und Anhäufung zu streben. Umso mehr du besitzt, umso mehr wirst du Sorgen haben, dass dir dein Besitz abhanden kommt. Du kannst nichts mitnehmen, wenn Du stirbst, du wirst völlig nackt und schutzlos sein.
Angemessen bedeutet hier, dass wir der Gier nach immer mehr materiellen Besitz entsagen sollten, da es uns letztendlich nicht ausfüllt und unseren Geist in ständiger Ablenkung von Dingen, welche wirklich wichtig sind, fern hält.
Auch ist ein gieriger Geist ein sehr unsicherer Geist, da er eine materielle Sicherheit sucht und sie doch nie findet. Dieser Geist ist nur mit Anhäufen und der Sicherung des Angehäuften beschäftigt und sieht bei all diesen Beschäftigungen nicht seine eigene wahre Bedürftigkeit und die Bedürftigkeit von anderen Menschen; er ist also ego-zentriert.
Ein solcher Geist ist von Unruhe, Angst und Angespanntheit durchdrungen. Das Gegenmittel ist Großzügigkeit in materieller wie emotioneller Hinsicht: Unterstütze dein Zentrum oder deinen Lehrer, gib den Armen und helfe, in dem du zuhörst, Angst nimmst und Worte der Eintracht und der Unterstützung sprichst. Kurzum, handele mehr selbstlos. Löse dich von deinem Umkreisen des Ego.
2. Entsagung von Handlungen die uns oder andere Wesen schaden könnten
Unter diesem Punkt verstehen wir, dass wir aufhören, Drogen zunehmen oder Dinge zu konsumieren, die unseren Geist schädigen. Wir achten auf unsere Sprache und beleidigen nicht unseren Lehrer oder andere Menschen.
Wir betrachten auch Tiere unter dem Gesichtspunkt von Würde.
Körperlich verletzen wir nicht andere Wesen willentlich oder manipulieren sie zum Zwecke unserer Machtausübung. Wir entsagen der (politischen) Macht und sind bestrebt, keine Hierarchiestufen aus Machtwillen zu erreichen oder einen Status zu erhöhen. Dieses alles plustert unser Ego nur zusätzlich auf und wir werden es schwerer haben, wirklich davon abzulassen. Bedenke, dass du nichts Besonderes bist, übe Dich im Schweigen, habe nicht vorschnell zu allen Dingen eine Meinung, überlege erst und dann gebe deine Meinung unter dem Gesichtspunkt von Eintracht und Respekt in Bezug auf andere Wesen ab.
Fassen wir diesen Punkt zusammen, so bedeutet es, dass du ein sittliches Leben führst und daher ein ruhiges Gewissen frei von Schuldgefühlen und Unruhe besitzt. Übe dich im förderlichem Handeln.
3. Entsagung des Denken
In der Meditation üben wir uns, das Denken nicht so wichtig zu nehmen. Hier ist Humor gefragt. Wenn wir uns überraschen, dass wir uns wichtig nehmen, bemerke es und betrachten es humorvoll. Humor schafft eine subtile Distanz zu unserem Ego.
Wenn wir unter Ängsten, Depressionen und Erwartungen leiden, bemerken wir sie, stellen uns der Erfahrung, nähren sie aber nicht.
Sei total anwesend, spüre und stelle Dich, aber füttere diese Phänomene nicht durch zusätzliche Gedanken, was alles passieren könnte. Das Denken nicht mehr so wichtig zu nehmen ist eine zentrale Praktik des spirituellen Lebens.
Wir identifizieren uns mit unserem Denken zu stark. Entsagung bedeutet hier, abzulassen, mehr Raum zu geben und zu versuchen, negative Gedanken durch positive Gedanken zu ersetzen. Wenn uns dies gelingt, dann stellen wir überrascht fest, dass das Denken auch nur eine Funktion, ein Instrument unseres Geistes ist. Hüte dein Denken! Es schafft Himmel und Hölle!
4. Entsagung vom Ego, des Machers
Hier zeigt sich deutlich die spirituelle Entwicklung eines aufrichtig Praktizierenden. Schaue mehr auf das Wohl anderer als auf dein Wohl. Übe dich darin ein zurückgezogenes Leben zu führen.
Nimm immer mehr Abstand zum Getöse der Welt und hüte Dich vorschnell einzugreifen. Identifiziere dich nicht mit allem sondern betrachte alle Dinge als vorläufige Phänomene. Wenn Dinge nicht fest sind und immer weniger "mein" und "dein" werden, entsteht unwillkürlich ein großzügiges und unterstützendes Verhalten, was befreit und wirklich satt macht.
Ferner entsage der Kontrolle über die Dinge. Du wirst feststellen, wie wenig wir eigentlich wirklich kontrollieren können und wie zerbrechlich wir sind. Wir gehen schnell kaputt, wir sind anfällig und wir müssen nicht alles kontrollieren und über alles Macht ausüben. Entsage dem! Übe dich mehr in Zufriedenheit. Gehe nicht ständig über Grenzen bei dir oder bei anderen Menschen; versuche jedoch immer dich weiter zu entwickeln aber ohne Druck und ohne Zwang. Habe mehr Vertrauen zu Dir, dass du es schon schaffen wirst, denn du hast schon so viele Lebensherausforderungen bestanden. Sei gütig und voller Zutrauen zu Dir und auch zu anderen.
Wenn wir diese vier Aspekte der Entsagung üben, werden wir vielleicht feststellen, dass unser Leben materiell "ärmer" wird, wir aber ein reiches und sinnvolles Leben führen. Entsagung bedeutet, die Fülle des Lebens zu erfahren, da wir wirkliches Glück finden werden.
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