Geschäftigkeit - eine Form der Faulheit
Es klingt wie ein Widerspruch in sich, wenn wir annehmen, dass wir, wenn wir nur viel tun, sehr viele Termine haben und bis zur Erschöpfung arbeiten, dann fleißig seien. Das Gegenteil ist der Fall. Wer viel unternimmt und viel arbeitet, der mag auch viel Erfolg auf der weltlichen Ebene besitzen, er ist aber durch die vielen Ablenkungen - und Geschäftigkeit und zu viel Arbeit sind Ablenkungen - auf der spirituellen Ebene in Gefahr, der Faulheit zu verfallen. Arbeit und hektische Betriebsamkeit verhindern es oft, dass wir Zeit haben, zu praktizieren. Wir haben dann immer eine gute Ausrede und verkleiden diese in hehre Ziele, die wir zum Wohle der Anderen nachkommen wollen. Eine oftmals fromme Selbstlüge!
Wann wollen wir praktizieren? Dann, wenn wir Zeit haben? Dann, wenn wir zur Ruhe gelangen? Dann, wenn bestimmte Tätigkeiten erledigt sind? Dieses alles sind Ablenkungen unseres Ego. Dieses möchte nämlich gar nicht praktizieren und lieber in seinem Boulevard Modus aus Klatsch, Sex und Crime verbleiben. Doch unser Leben ist kurz! Wie ein Blitzstrahl kann es vergehen und dann haben wir unseren kostbaren Menschenkörper und unsere menschliche Existenz nicht genutzt sondern verplempert. Wenn dann Alter und Krankheit und Tod eintreten ist das Jammern groß und auch das Klagen. Zu spät. Man muss es deutlich sagen.
Sollen wir nun gar nichts mehr tun? Auch dies ist weit gefehlt. Wichtig ist, dass wir ein Gleichgewicht herstellen. Dieses sollte aus weltlicher Arbeit und spiritueller Praxis bestehen. Weltliche Arbeit bedeutet, dass wir Verantwortung für uns selber übernehmen und auch für unsere Familien und Freunde und unserer spirituellen Gemeinschaft. Hierfür brauchen wir schlichtweg Geld, solange wir keine Mönche sind.
Arbeit, sinnvolle Arbeit, kann uns persönlich reifen lassen und uns Vertrauen geben, dass wir etwas können. Dieses ist heilsam und zu fördern. Jedoch sollten wir uns auch Zeit nehmen, unsere spirituelle Arbeit nicht zu vernachlässigen. Meditation - Kontemplation - Studium und deren ethische Anwendung in der Welt sind unablässige Voraussetzungen um sich wirklich zu einem wahren Menschen zu entwickeln.
Vergessen wir nicht die Wichtigkeit der eigenen Praxis. Wir praktizieren nicht nur für uns sondern auch für andere Wesen, denn unsere Praxis hat immer Auswirkungen auf andere Menschen und Tiere. Gehen wir einer sinnvollen heilsamen Arbeit nach, vermeiden wir Arbeit, die andere Menschen täuschen kann, handeln wir nicht mit Drogen, beuten wir nicht aus und leben wir nicht auf Kosten anderer. Auch das Handwerk des Tötens sollten wir unterlassen; unsere Welt hat schon genug Krieg erlebt und all das Klagen und alle Tränen, die geflossen sind, würden unsere Ozeane nur als kleine Rinnsale erscheinen lassen. Vergessen wir nicht: unsere Praxis ist sehr wichtig. Sie ist das wichtigste Element unseres Lebens.
Nutzen wir jedoch auch unsere Arbeit in der Welt um alles auf dem Pfad als Lernsituation zu nutzen. Hüten wir uns vor sinnloser Geschäftigkeit und sehen in ihr Waffen Maras, der in Verbindung mit unserem Ego uns eine billige Illustrierte vorgaukelt mit dem Ziel, nicht aufzuwachen.
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Dienstag, 3. Mai 2016
Montag, 2. Mai 2016
Terminankündigung:
Der 1. buddhistische Klausurabend findet am Donnerstag, den 5. Mai statt. Hier wollen wir uns dann auf zwei Themen konzentrieren und sie eingehend diskutieren und kontemplieren:
1. Wie sieht meine Ethik aus im alltäglichen Leben und welche Hindernisse und Herausforderungen zeigen sich? Wie können wir lernen, damit umzugehen?
2. Wie sieht meine Meditationspraxis aus? Welche Schwierigkeiten habe ich und wie können wir lernen, damit umzugehen?
Ort: Praxis Block, Scheffelstr. 20
Wann: Donnerstag, 5. Mai 2016
Kosten: keine
Zeit: von 19 bis ca 23h
Der 1. buddhistische Klausurabend findet am Donnerstag, den 5. Mai statt. Hier wollen wir uns dann auf zwei Themen konzentrieren und sie eingehend diskutieren und kontemplieren:
1. Wie sieht meine Ethik aus im alltäglichen Leben und welche Hindernisse und Herausforderungen zeigen sich? Wie können wir lernen, damit umzugehen?
2. Wie sieht meine Meditationspraxis aus? Welche Schwierigkeiten habe ich und wie können wir lernen, damit umzugehen?
Ort: Praxis Block, Scheffelstr. 20
Wann: Donnerstag, 5. Mai 2016
Kosten: keine
Zeit: von 19 bis ca 23h
Montag, 25. April 2016
Faulheit
Wer ein spirituelles Leben aufnimmt, der wird schnell merken, dass er nicht ein Leben in Nachlässigkeit und Faulheit weiter zu führen vermag.
Das Gegenteil ist der Fall: Ein kontemplatives Leben ist ein Leben in Achtsamkeit, denn wer achtsam ist, sieht die Dinge immer mehr so, wie sie wirklich sind und dies bedeutet, dass man nicht mehr aus Bequemlichkeit Dinge so zurecht legt, wie sie einem passen oder der gerne wichtige, auch auf der konventionellen Ebene auszuführende Handlungen nicht mehr verschieben kann. Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und das stetige Bemühen, ehrlich zu kommunizieren sind wichtige Aspekte des spirituellen Lebens.
Faulheit beginnt mit der Reinigung der eigenen Wohnung und endet mit einer Nachlässigkeit in geistigen Dingen, wie zugesagte Handlungen nicht auszuführen oder seinen Lehrer nicht die Wahrheit zu sagen und sich damit nicht wirklich zu zeigen und nur ein Bild von sich zu projizieren.
Wer zB. zugesagt hat, in Abwesenheit eines Freundes auf seine Haustiere zu achten, sie zu füttern und die Wohnung des Freundes sauber zu halten, denn Tiere verursachen nun einmal auch Dreck, der hält seine Zusage nicht ein. Zu dieser Zusage gehört auch, sich für die Tiere zu interessieren und Zeit mit ihnen zu verbringen und sie mit Aufmerksamkeit zu behandeln.
Wenn wir eine Partnerschaft führen, sollten wir achtsam sein und auch hier Zusagen einhalten. Es ist daher sehr wichtig, nur dann eine Zusage zu geben, wenn wir achtsam prüfen, ob wir die körperlichen wie geistigen Ressourcen dafür haben.
Ein weiteres Zeichen der Faulheit ist es, über Sanghamitglieder herzuziehen und sich zu beschweren, nicht aber den Mut zu haben, etwas wirklich zu ändern. Hier sehen wir, dass Faulheit und Feigheit sehr eng miteinander verbunden sind!
Faulheit in der Praxis bedeutet, seine Praxis nachlässig auszuführen. Wir denken, wir haben immer noch so viel Zeit: "Morgen, ja Morgen werde ich dann wieder tiefer praktizieren, heute muss ich aber dies und jenes noch tun." Ein Fehlschluss! Morgen kannst du schon gestorben sein! Lüge dich nicht an, sei lieber ehrlich zu dir und gestehe dir ein, dass du Ablenkung und Zerstreuung suchst oder du einfach nur faul bist! Es ist besser, sich dies ehrlich anzuschauen und sich somit besser kennen zu lernen. Keine AUSREDEN! Keine LÜGEN! Wichtig ist eine fundamentale Aufrichtigkeit zu sich selber. So besitzen wir die Möglichkeit, wirklich an uns zu arbeiten. Verfange dich jedoch nicht in Schuldgefühlen, sie sind keine gute Freunde. Sprich über deine Faulheit mit spirituellen Freunden, sei aufrichtig und verstecke dich nicht. Danach gehe zu deinem Lehrer und bitte um Hinweise, deine Praxis zu intensivieren. Habe keine Angst, dich zu zeigen; dein Lehrer wird dich verstehen und bleibt dir wohlgesonnen.
Faulheit und Nachlässigkeit gehören zur dritten Wurzel des Übels: Verblendung und Ignoranz. Sei dir dessen gewahr und kehre zu deiner Praxis zurück. Schaue nicht auf Lohn, sitze und praktiziere. Dann bist du auf dem Pfad, der dich sicher zu dir selbst führt.
Wer ein spirituelles Leben aufnimmt, der wird schnell merken, dass er nicht ein Leben in Nachlässigkeit und Faulheit weiter zu führen vermag.
Das Gegenteil ist der Fall: Ein kontemplatives Leben ist ein Leben in Achtsamkeit, denn wer achtsam ist, sieht die Dinge immer mehr so, wie sie wirklich sind und dies bedeutet, dass man nicht mehr aus Bequemlichkeit Dinge so zurecht legt, wie sie einem passen oder der gerne wichtige, auch auf der konventionellen Ebene auszuführende Handlungen nicht mehr verschieben kann. Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und das stetige Bemühen, ehrlich zu kommunizieren sind wichtige Aspekte des spirituellen Lebens.
Faulheit beginnt mit der Reinigung der eigenen Wohnung und endet mit einer Nachlässigkeit in geistigen Dingen, wie zugesagte Handlungen nicht auszuführen oder seinen Lehrer nicht die Wahrheit zu sagen und sich damit nicht wirklich zu zeigen und nur ein Bild von sich zu projizieren.
Wer zB. zugesagt hat, in Abwesenheit eines Freundes auf seine Haustiere zu achten, sie zu füttern und die Wohnung des Freundes sauber zu halten, denn Tiere verursachen nun einmal auch Dreck, der hält seine Zusage nicht ein. Zu dieser Zusage gehört auch, sich für die Tiere zu interessieren und Zeit mit ihnen zu verbringen und sie mit Aufmerksamkeit zu behandeln.
Wenn wir eine Partnerschaft führen, sollten wir achtsam sein und auch hier Zusagen einhalten. Es ist daher sehr wichtig, nur dann eine Zusage zu geben, wenn wir achtsam prüfen, ob wir die körperlichen wie geistigen Ressourcen dafür haben.
Ein weiteres Zeichen der Faulheit ist es, über Sanghamitglieder herzuziehen und sich zu beschweren, nicht aber den Mut zu haben, etwas wirklich zu ändern. Hier sehen wir, dass Faulheit und Feigheit sehr eng miteinander verbunden sind!
Faulheit in der Praxis bedeutet, seine Praxis nachlässig auszuführen. Wir denken, wir haben immer noch so viel Zeit: "Morgen, ja Morgen werde ich dann wieder tiefer praktizieren, heute muss ich aber dies und jenes noch tun." Ein Fehlschluss! Morgen kannst du schon gestorben sein! Lüge dich nicht an, sei lieber ehrlich zu dir und gestehe dir ein, dass du Ablenkung und Zerstreuung suchst oder du einfach nur faul bist! Es ist besser, sich dies ehrlich anzuschauen und sich somit besser kennen zu lernen. Keine AUSREDEN! Keine LÜGEN! Wichtig ist eine fundamentale Aufrichtigkeit zu sich selber. So besitzen wir die Möglichkeit, wirklich an uns zu arbeiten. Verfange dich jedoch nicht in Schuldgefühlen, sie sind keine gute Freunde. Sprich über deine Faulheit mit spirituellen Freunden, sei aufrichtig und verstecke dich nicht. Danach gehe zu deinem Lehrer und bitte um Hinweise, deine Praxis zu intensivieren. Habe keine Angst, dich zu zeigen; dein Lehrer wird dich verstehen und bleibt dir wohlgesonnen.
Faulheit und Nachlässigkeit gehören zur dritten Wurzel des Übels: Verblendung und Ignoranz. Sei dir dessen gewahr und kehre zu deiner Praxis zurück. Schaue nicht auf Lohn, sitze und praktiziere. Dann bist du auf dem Pfad, der dich sicher zu dir selbst führt.
Freitag, 22. April 2016
Stille
Das Licht im ersten Grün eines Morgens
im Moment der Stille
zaghaft, doch immer stärker werdend zeigt sich das Leben im
Frühling
Der bittre Winter verliert seinen Griff
ein milder Wind zieht durch die Stille
in tiefem Einverstanden sein
Alles blüht und öffnet sich
sehnend nach dem Licht und der Wärme des
heraufbrechenden Tages
Und doch: all diese Fülle und Lebendigkeit
erst möglich durch den Tod
So freue Dich.
Ngakpa Jig'med Sempa
Dienstag, 19. April 2016
Sechs Eigenschaften, die ein Leben bereichern:
1. Treue
2. Verlässlichkeit
3. Wahrhaftigkeit
4. Klarheit
5. Vertrauen
6. Durchhaltevermögen (Disziplin)
Treue:
Wenn du in einer Beziehung lebst, sollte Treue eine Kardinaltugend sein. Unter Treue verstehen wir, dass man sexuell monogam lebt und auch emotional monogam ist. Wir schauen nicht in unseren Gedanken und Vorstellungen nach Anderen. Es gibt ein emotionales Fremdgehen. Bringe deinen Geist immer zurück, denn die gegenwärtige Partnerschaft ist der Ort der Lebendigkeit und bietet die Möglichkeit, aneinander zu wachsen. Fliehe nicht vor Problemen in dem du Drogen, nimmst oder Alkohol konsumierst. Bleibe im gegenwärtigen Moment, auch wenn er schmerzhaft ist. Fliehe auch nicht durch andere Ablenkungen wie sinnentleerten Sex oder Berieselung durch Essen, Medienkonsum oder Parties. Bleibe im gegenwärtigen Moment und suche nach Schritten der Heilung, wenn es einmal Probleme gibt.
Verlässlichkeit
Sei in allem verlässlich. Überlege dir aber vorab, ob du ein Versprechen einhalten kannst. Wenn Du ein Versprechen oder ein Gelübte gegeben hast, dann halte dich daran. Nimm ein Versprechen sehr ernst. Wenn Du ein Versprechen nicht halten kannst, weil widrige Umstände eingetreten sind, dann entschuldige Dich aufrichtig und bitte um Verzeihung. Mache den Schaden, den du angerichtet hast, wieder gut. Verlässichkeit bedeutet, dass andere Menschen Dir glauben und auf dich bauen können. Sei kein Sumpf der Unzuverlässichkeit. Halte deine Versprechen ein und arbeite mit ihnen.
Wahrhaftigkeit
Bemühe dich immer darum, stets die Wahrheit auszusprechen. Habe keine Angst vor Konflikten, nur weil Du denkst, der Andere wird dich nicht mehr lieben, wenn Du etwas Wahrhaftiges aussprichst. Dies ist ein beliebter Trick des Geistes um Schuldgefühle zu bilden, die dich in der Sklaverei halten. Sei stets ehrlich und gehe mit dem dir Anvertrauten korrekt um. Konfrontiere dich dort, wo es notwendig ist. Hüte dich aber vor Selbstgerechtigkeit. Sie ist der große Feind mit Namen Ignoranz und der Selbsttäuschung. Sei nicht bigott.
Klarheit
Halte deinen Geist klar. Vermeide Alkohol und andere Drogen, auch Sex. Wenn Du merkst, dass du unklar bist, treffe keine Entscheidungen. Halte den Mund! Sprich nicht aus Unklarheit und richte keinen Schaden an. Warte, bis sich dein Geist klärt und achte auf starke Emotionen, welche deinen Geist schnell beherrschen können! Hass, Neid und Eifersucht machen unseren Geist unklar. Hüte ihn davor. Kultiviere das Gegenteil oder ziehe dich zurück, wenn du die Kontrolle verlieren könntest. Achte auf deine Sprache, sie ist immer Ausdruck deines Geisteszustandes.
Vertrauen
Übe dich darin, zu vertrauen. Gib dich hin, gib alles auf. Du wirst feststellen, dass hinter deinem kleinen Ego ein Raum ist, der dein Ego sprengt. Spring. Sei voller Vertrauen, dass schon alles gut wird, wenn du nur die Angst loslassen kannst. Übe dich im normalen Alltag und vertraue mehr. Schalte aber deinen Verstand nicht aus! Sei nicht naiv. Vertrauen entsteht durch Wissen und Hingabe. Auch dein Geist sollte klar bleiben. Wer vertraut, der führt ein ruhiges Leben im Einklang mit den Menschen und der Natur.
Durchhaltevermögen
Bleibe in deiner Praxis. Gebe sie nicht auf. Lass dich in Beziehungen nicht gleich von jeder Krise davon tragen. Wisse und verstehe, dass nichts in Samsara wirklich befriedigend ist und letzendlich ent-täuscht Samsara. Lasse dich von Schicksalsschlägen nicht gleich niederdrücken. Siehe, es gibt immer ein Ort von Optionen, einen Ort von Weite. Habe das Verrauen, dass sich eine neue Entwicklung schon anbahnt. Finde nicht für alles immer sofort eine Lösung. Warte. Dinge brauchen Zeit um sich zu entwickeln. Sei offen für neue Entwicklungen, steuere sie aber nicht. Vergänglichkeit bedeutet auch Trost, denn auch das Üble wird vergehen.
1. Treue
2. Verlässlichkeit
3. Wahrhaftigkeit
4. Klarheit
5. Vertrauen
6. Durchhaltevermögen (Disziplin)
Treue:
Wenn du in einer Beziehung lebst, sollte Treue eine Kardinaltugend sein. Unter Treue verstehen wir, dass man sexuell monogam lebt und auch emotional monogam ist. Wir schauen nicht in unseren Gedanken und Vorstellungen nach Anderen. Es gibt ein emotionales Fremdgehen. Bringe deinen Geist immer zurück, denn die gegenwärtige Partnerschaft ist der Ort der Lebendigkeit und bietet die Möglichkeit, aneinander zu wachsen. Fliehe nicht vor Problemen in dem du Drogen, nimmst oder Alkohol konsumierst. Bleibe im gegenwärtigen Moment, auch wenn er schmerzhaft ist. Fliehe auch nicht durch andere Ablenkungen wie sinnentleerten Sex oder Berieselung durch Essen, Medienkonsum oder Parties. Bleibe im gegenwärtigen Moment und suche nach Schritten der Heilung, wenn es einmal Probleme gibt.
Verlässlichkeit
Sei in allem verlässlich. Überlege dir aber vorab, ob du ein Versprechen einhalten kannst. Wenn Du ein Versprechen oder ein Gelübte gegeben hast, dann halte dich daran. Nimm ein Versprechen sehr ernst. Wenn Du ein Versprechen nicht halten kannst, weil widrige Umstände eingetreten sind, dann entschuldige Dich aufrichtig und bitte um Verzeihung. Mache den Schaden, den du angerichtet hast, wieder gut. Verlässichkeit bedeutet, dass andere Menschen Dir glauben und auf dich bauen können. Sei kein Sumpf der Unzuverlässichkeit. Halte deine Versprechen ein und arbeite mit ihnen.
Wahrhaftigkeit
Bemühe dich immer darum, stets die Wahrheit auszusprechen. Habe keine Angst vor Konflikten, nur weil Du denkst, der Andere wird dich nicht mehr lieben, wenn Du etwas Wahrhaftiges aussprichst. Dies ist ein beliebter Trick des Geistes um Schuldgefühle zu bilden, die dich in der Sklaverei halten. Sei stets ehrlich und gehe mit dem dir Anvertrauten korrekt um. Konfrontiere dich dort, wo es notwendig ist. Hüte dich aber vor Selbstgerechtigkeit. Sie ist der große Feind mit Namen Ignoranz und der Selbsttäuschung. Sei nicht bigott.
Klarheit
Halte deinen Geist klar. Vermeide Alkohol und andere Drogen, auch Sex. Wenn Du merkst, dass du unklar bist, treffe keine Entscheidungen. Halte den Mund! Sprich nicht aus Unklarheit und richte keinen Schaden an. Warte, bis sich dein Geist klärt und achte auf starke Emotionen, welche deinen Geist schnell beherrschen können! Hass, Neid und Eifersucht machen unseren Geist unklar. Hüte ihn davor. Kultiviere das Gegenteil oder ziehe dich zurück, wenn du die Kontrolle verlieren könntest. Achte auf deine Sprache, sie ist immer Ausdruck deines Geisteszustandes.
Vertrauen
Übe dich darin, zu vertrauen. Gib dich hin, gib alles auf. Du wirst feststellen, dass hinter deinem kleinen Ego ein Raum ist, der dein Ego sprengt. Spring. Sei voller Vertrauen, dass schon alles gut wird, wenn du nur die Angst loslassen kannst. Übe dich im normalen Alltag und vertraue mehr. Schalte aber deinen Verstand nicht aus! Sei nicht naiv. Vertrauen entsteht durch Wissen und Hingabe. Auch dein Geist sollte klar bleiben. Wer vertraut, der führt ein ruhiges Leben im Einklang mit den Menschen und der Natur.
Durchhaltevermögen
Bleibe in deiner Praxis. Gebe sie nicht auf. Lass dich in Beziehungen nicht gleich von jeder Krise davon tragen. Wisse und verstehe, dass nichts in Samsara wirklich befriedigend ist und letzendlich ent-täuscht Samsara. Lasse dich von Schicksalsschlägen nicht gleich niederdrücken. Siehe, es gibt immer ein Ort von Optionen, einen Ort von Weite. Habe das Verrauen, dass sich eine neue Entwicklung schon anbahnt. Finde nicht für alles immer sofort eine Lösung. Warte. Dinge brauchen Zeit um sich zu entwickeln. Sei offen für neue Entwicklungen, steuere sie aber nicht. Vergänglichkeit bedeutet auch Trost, denn auch das Üble wird vergehen.
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