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Mittwoch, 31. Dezember 2025

Allen Lesern wünsche ich ein freudig empfangendes neues Jahr 2026. Als ich ein kleiner Junge war, hatte ich immer gedacht, dass im Jahr 2026 die Welt futuristisch aussieht, mit fliegenden Autos und Robotern, die Fast Food verkaufen und Mondbasen mit Kuppelglasdächern, wo sich unterhalb eine Stadt abzeichnete. Ist vieles nicht eingetreten, aber nach mir wird's bestimmt erfolgen. Wer weiß schon, wie wir - wenn - in fünfzig oder hundert Jahren leben werden? In welcher Welt werden unsere Kinder aufwachsen und wir dann als Kinder unserer Kinder? Alles ist in Bewegung, nichts bleibt, alles wird stets frisch und das Alte muss sterben und Neuem Platz machen. Ein ewiger Kreislauf von Sterben und Werden. Andre Gide sagte: "Stirb und werde!" Da ist vieles enthalten. Ich hoffe, wir werden es schaffen, eine friedlichere Welt zu schaffen. Vor allen Dingen jedoch eine Welt, in der wir in uns mehr Frieden finden, das ist die Grundvoraussetzung für Frieden im Äußeren. Wenn es uns gelingt, zu uns selbst freundlicher, vergebender und geduldiger zu werden, haben wir viel geschafft. Ein liebender Geist ist auch fähig, andere zu lieben. Auch das ist eine unabdingbare Voraussetzung, ja für Bedingung, dass dieses Leben für uns als Menschheit weiter geht. Denn wir sollten nicht so selbstbezogen sein, nur an uns zu denken: Die Natur, die Pflanzen auch unsere Fauna, die Tiere, haben das Recht auf ein gutes Leben in einer Natur, die funktioniert. Dieses ist nicht politisch gemeint, es ist spirituell gemeint, denn es ist unsere Aufgabe. Ich hoffe nicht, dass ein Wort eines Dichters stimmt, der sagte: "Die Menschen sind als Engel auf die Welt gekommen um sich um sie liebevoll zu kümmern, das ward ihr Auftrag gewesen doch sind wir Dämonen geworden, die aus Habgier und Übelwollen alles auslöschen." Ich hoffe, wir werden noch rechtzeitig aufwachen und die Schleier der Verblendung und Ignoranz lüften und erkennen, wie schön doch alles ist, was existiert und wie fragil und zärtlich es behandelt werden muss. Mit diesen Gedanken wünsche ich uns allen ein gutes neues heranbrechendes Jahr 2026.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Tagebuch vom 16. Dezember 2025

Eine ungemein arbeitsreiche Zeit ist zu Ende gegangen. Ich hatte viele Seminare zu geben, teilweise auch schon Beginn sieben Uhr. Das war schon anstrengend, nicht wegen dem Seminarinhalt sondern das um 7 Uhr morgens voll konzentriert zu sein und an müde Studenten Fragen zu stellen. Kaltstart. Nicht angenehm. 

Vor zwei Wochen ist auch noch meine alte Zwölfjahre alte Waschmaschine ins Nirvana gegangen und eine neue Maschine musste her. 
Ich habe diese geordert und habe extra meine Seminare so angelegt, dass ich an einem Dienstag (Liefertag) von 13-18 Uhr zugegen sein könnte. Habe dann gewartet und stets kam die Mitteilung, "Lieferung erfolgt im Zeitraum." 
Kurz vor 18 Uhr kam dann die Mitteilung, "Lieferung verschoben auf Freitag zwischen sieben und elf Uhr." 
Umsonst den Tag gewartet.  Gerade in der Stresstzeit des Seminars. 
Am Freitag, dem neuen Liefertag kam dann der Service und hat gegen acht Uhr geliefert, mitten im Seminar. 
Musste dann das Seminar unterbrechen für eine Stunde wegen der Lieferung und Montage. Buddha sei gelobt, ist alles gut gelaufen. 
Auch diese Zeit ist nun vorbei und ich habe bis Anfang Januar nun frei. Was für eine Freude. 
Meditativ geht es mir gut: Ich sehe die kleinen Dinge, die wertvoll sind, spüre mein liebendes Herz dass mitunter starkes Mitgefühl hegt und genieße die raren sonnigen Tage unter einem blauen, kalten Winterhimmel. 

Gedichte schreiben sind stets eine Form der Verarbeitung für mich. Sie sind Ausdruck eines Herzens, was einmal liebt, einmal leidet. 
In Gedichten bin ich sehr nahe meiner Authentizität. Es ist nur ein Geschreibsel eines alten Mannes, aber von Herzen kommend. 

Seitdem ich E-books lese, lese ich deutlich mehr, da ich die Schrift anpassen, will heißen, vergrößern kann, ich bin sehr kurzsichtig. Abends freue ich mich schon auf meine Literatur. Die Augen schmerzen nicht mehr, wie es bei dem Lesen von  Büchern der Fall war und auch Platz benötige ich keinen mehr, denn Bücher benötigen Platz. 

Gesundheitlich geht es auch gut, stabil. Ich weiß jedoch, wie schnell sich das ändern kann, denke ich an Nachrichten, dass Menschen ganz plötzlich schwer erkranken, welche vorher noch gedacht hatten, dass dies Ihnen nicht so schnell passieren wird. Das Leben kann ein Betrüger sein. Also sollten wir stets daran denken, dass alles, wirklich alles der Veränderung unterliegt, mag unser Ego noch so viel denken, dass dies mir nicht passieren wird. 

So schließe ich mein Diary für heute mit den besten Wünschen für euch zur Weihnachtszeit. 

Freitag, 31. Oktober 2025

Drei Ursachen, warum man sich nicht entschuldigen kann

Wer sich entschuldigen kann, respektive um Entschuldigung bitten kann um es korrekter auszudrücken, übernimmt Verantwortung für sich selbst und für seine unheilsamen und heilsamen Taten. 

In der heutigen Zeit scheint es so zu sein, dass  immer weniger Menschen um Entschuldigung bitten können.  Dieses hat vier Gründe: 
1. Man ist zu verstockt, innerlich verhärtet und aus der inneren Härte ist man nicht dazu bereit. Ursache kann eine unglückliche Kindheit sein, wo man stets dazu aufgefordert wurde, um Entschuldigung zu bitten, obgleich man subjektiv nichts falsch gemacht hat. 

2. Man ist schlichtweg zu dumm. Menschen dieser Art merken häufig nicht, was sie sagen oder wie sie handeln. Die Reflexionsgabe ist sehr minimal. 

3. Man ist zu stolz. Stolz gibt nicht zu, wenn man sich geirrt hat und übernimmt ungern Verantwortung. Der Stolze lebt in einer Welt der Klassen: alle sind unter ihm. Der stolze Mensch hat stets das Gefühl, dass er zur Elite gehört und es unter seinem Stande gehört, um Entschuldigung zu bitten. Dafür sind die anderen zu niedrig und bedürfen wenig der Beachtung. 

4. Man ist brutal. Dies bedeutet, dass man mit Macht, Kraft und ohne Federlesen nur seine Position durchsetzt und die anderen Mitmenschen unterdrückt, demontiert und entwürdigt. Der brutale Mensch ist ein Egomane, der ausschließlich herrschen möchte und sein Wort ist gleichsam Gesetz. 

Dienstag, 23. September 2025

Tagebuch 23. September 2025

Im Alter in dem ich mich befinde, ist eine ganz alte Gabe gleichsam wieder zurückgekehrt: ich schreibe Gedichte. Als ich siebzehn oder achtzehn war, habe ich Gedichte geschrieben, damals noch aus Verehrung zu Kate Bush und von großem jugendlichen  Ungestüm geprägt. Leider ist dieser alte Band von Poem verlorengegangen. 

Ein Freund von mir ist Künstler und schreibt Gedichte und erstellt Gemälde. Nun, er hatte mir einige seiner Werke zugesandt und gezeigt und Pottsblitz.. hatte es mich auch erreicht, die alte Gabe war wieder da. 
Heutzutage schreibe ich nur für mich und nur dann, wenn die Muse sich heftig meldet und ich den Drang verspüre, etwas zu verfassen. 

Eine weitere Entdeckung des Alters ist, dass ich jetzt E-Books lese. Das hat mehrere Vorteile: ich spare Platz für Bücher ein, man vermag die Schrift zu  vergrößern und man kann das Smartphone oder das Tablet überall mitnehmen. 

Gestern zum Beispiel saß ich des Nachmittags auf einer Bank und las. Ab und an schaute ich die Menschen an, die vorüberzogen und dann las ich weiter. Wie angenehm. Ich muss nicht mehr ein dickes, schweres Buch mitschleppen. Alles im Smartphone. Wie praktisch. 

Der Herbst kommt, mit den ersten kühlen Tagen und noch kühleren Nächten. Ich freue mich auf meine Lieblingsjahreszeit. 

Dankbar bin ich auch, dass ich den Kontakt zu einer bösen Person abgebrochen hatte. Wir haben uns in einem vorigen Leben wohl nicht gut getan und die ist es jetzt beiderseitig abgetragen. 

Generell gilt: Wir treffen im Leben vielleicht zweimal einen wirklich bösen Menschen, dann sollten wir fliehen und den Kontakt vermeiden; wir treffen ebenfalls vielleicht zweimal im Leben  einen Deva oder Devi. Das ist eine Person, wir sehen sie und wir sind zutiefst berührt und spüren das Licht, was sie ausstrahlt und es erfüllt unser Herz mit gleißender Freude. 

Für beide Entitäten kann man dankbar sein: vom Bösen lernen und von den Devas uns zutiefst erfreuen und inspirieren  lassen.