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Mittwoch, 31. Dezember 2025

Allen Lesern wünsche ich ein freudig empfangendes neues Jahr 2026. Als ich ein kleiner Junge war, hatte ich immer gedacht, dass im Jahr 2026 die Welt futuristisch aussieht, mit fliegenden Autos und Robotern, die Fast Food verkaufen und Mondbasen mit Kuppelglasdächern, wo sich unterhalb eine Stadt abzeichnete. Ist vieles nicht eingetreten, aber nach mir wird's bestimmt erfolgen. Wer weiß schon, wie wir - wenn - in fünfzig oder hundert Jahren leben werden? In welcher Welt werden unsere Kinder aufwachsen und wir dann als Kinder unserer Kinder? Alles ist in Bewegung, nichts bleibt, alles wird stets frisch und das Alte muss sterben und Neuem Platz machen. Ein ewiger Kreislauf von Sterben und Werden. Andre Gide sagte: "Stirb und werde!" Da ist vieles enthalten. Ich hoffe, wir werden es schaffen, eine friedlichere Welt zu schaffen. Vor allen Dingen jedoch eine Welt, in der wir in uns mehr Frieden finden, das ist die Grundvoraussetzung für Frieden im Äußeren. Wenn es uns gelingt, zu uns selbst freundlicher, vergebender und geduldiger zu werden, haben wir viel geschafft. Ein liebender Geist ist auch fähig, andere zu lieben. Auch das ist eine unabdingbare Voraussetzung, ja für Bedingung, dass dieses Leben für uns als Menschheit weiter geht. Denn wir sollten nicht so selbstbezogen sein, nur an uns zu denken: Die Natur, die Pflanzen auch unsere Fauna, die Tiere, haben das Recht auf ein gutes Leben in einer Natur, die funktioniert. Dieses ist nicht politisch gemeint, es ist spirituell gemeint, denn es ist unsere Aufgabe. Ich hoffe nicht, dass ein Wort eines Dichters stimmt, der sagte: "Die Menschen sind als Engel auf die Welt gekommen um sich um sie liebevoll zu kümmern, das ward ihr Auftrag gewesen doch sind wir Dämonen geworden, die aus Habgier und Übelwollen alles auslöschen." Ich hoffe, wir werden noch rechtzeitig aufwachen und die Schleier der Verblendung und Ignoranz lüften und erkennen, wie schön doch alles ist, was existiert und wie fragil und zärtlich es behandelt werden muss. Mit diesen Gedanken wünsche ich uns allen ein gutes neues heranbrechendes Jahr 2026.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Tagebuch vom 16. Dezember 2025

Eine ungemein arbeitsreiche Zeit ist zu Ende gegangen. Ich hatte viele Seminare zu geben, teilweise auch schon Beginn sieben Uhr. Das war schon anstrengend, nicht wegen dem Seminarinhalt sondern das um 7 Uhr morgens voll konzentriert zu sein und an müde Studenten Fragen zu stellen. Kaltstart. Nicht angenehm. 

Vor zwei Wochen ist auch noch meine alte Zwölfjahre alte Waschmaschine ins Nirvana gegangen und eine neue Maschine musste her. 
Ich habe diese geordert und habe extra meine Seminare so angelegt, dass ich an einem Dienstag (Liefertag) von 13-18 Uhr zugegen sein könnte. Habe dann gewartet und stets kam die Mitteilung, "Lieferung erfolgt im Zeitraum." 
Kurz vor 18 Uhr kam dann die Mitteilung, "Lieferung verschoben auf Freitag zwischen sieben und elf Uhr." 
Umsonst den Tag gewartet.  Gerade in der Stresstzeit des Seminars. 
Am Freitag, dem neuen Liefertag kam dann der Service und hat gegen acht Uhr geliefert, mitten im Seminar. 
Musste dann das Seminar unterbrechen für eine Stunde wegen der Lieferung und Montage. Buddha sei gelobt, ist alles gut gelaufen. 
Auch diese Zeit ist nun vorbei und ich habe bis Anfang Januar nun frei. Was für eine Freude. 
Meditativ geht es mir gut: Ich sehe die kleinen Dinge, die wertvoll sind, spüre mein liebendes Herz dass mitunter starkes Mitgefühl hegt und genieße die raren sonnigen Tage unter einem blauen, kalten Winterhimmel. 

Gedichte schreiben sind stets eine Form der Verarbeitung für mich. Sie sind Ausdruck eines Herzens, was einmal liebt, einmal leidet. 
In Gedichten bin ich sehr nahe meiner Authentizität. Es ist nur ein Geschreibsel eines alten Mannes, aber von Herzen kommend. 

Seitdem ich E-books lese, lese ich deutlich mehr, da ich die Schrift anpassen, will heißen, vergrößern kann, ich bin sehr kurzsichtig. Abends freue ich mich schon auf meine Literatur. Die Augen schmerzen nicht mehr, wie es bei dem Lesen von  Büchern der Fall war und auch Platz benötige ich keinen mehr, denn Bücher benötigen Platz. 

Gesundheitlich geht es auch gut, stabil. Ich weiß jedoch, wie schnell sich das ändern kann, denke ich an Nachrichten, dass Menschen ganz plötzlich schwer erkranken, welche vorher noch gedacht hatten, dass dies Ihnen nicht so schnell passieren wird. Das Leben kann ein Betrüger sein. Also sollten wir stets daran denken, dass alles, wirklich alles der Veränderung unterliegt, mag unser Ego noch so viel denken, dass dies mir nicht passieren wird. 

So schließe ich mein Diary für heute mit den besten Wünschen für euch zur Weihnachtszeit. 

Freitag, 31. Oktober 2025

Drei Ursachen, warum man sich nicht entschuldigen kann

Wer sich entschuldigen kann, respektive um Entschuldigung bitten kann um es korrekter auszudrücken, übernimmt Verantwortung für sich selbst und für seine unheilsamen und heilsamen Taten. 

In der heutigen Zeit scheint es so zu sein, dass  immer weniger Menschen um Entschuldigung bitten können.  Dieses hat vier Gründe: 
1. Man ist zu verstockt, innerlich verhärtet und aus der inneren Härte ist man nicht dazu bereit. Ursache kann eine unglückliche Kindheit sein, wo man stets dazu aufgefordert wurde, um Entschuldigung zu bitten, obgleich man subjektiv nichts falsch gemacht hat. 

2. Man ist schlichtweg zu dumm. Menschen dieser Art merken häufig nicht, was sie sagen oder wie sie handeln. Die Reflexionsgabe ist sehr minimal. 

3. Man ist zu stolz. Stolz gibt nicht zu, wenn man sich geirrt hat und übernimmt ungern Verantwortung. Der Stolze lebt in einer Welt der Klassen: alle sind unter ihm. Der stolze Mensch hat stets das Gefühl, dass er zur Elite gehört und es unter seinem Stande gehört, um Entschuldigung zu bitten. Dafür sind die anderen zu niedrig und bedürfen wenig der Beachtung. 

4. Man ist brutal. Dies bedeutet, dass man mit Macht, Kraft und ohne Federlesen nur seine Position durchsetzt und die anderen Mitmenschen unterdrückt, demontiert und entwürdigt. Der brutale Mensch ist ein Egomane, der ausschließlich herrschen möchte und sein Wort ist gleichsam Gesetz. 

Dienstag, 23. September 2025

Tagebuch 23. September 2025

Im Alter in dem ich mich befinde, ist eine ganz alte Gabe gleichsam wieder zurückgekehrt: ich schreibe Gedichte. Als ich siebzehn oder achtzehn war, habe ich Gedichte geschrieben, damals noch aus Verehrung zu Kate Bush und von großem jugendlichen  Ungestüm geprägt. Leider ist dieser alte Band von Poem verlorengegangen. 

Ein Freund von mir ist Künstler und schreibt Gedichte und erstellt Gemälde. Nun, er hatte mir einige seiner Werke zugesandt und gezeigt und Pottsblitz.. hatte es mich auch erreicht, die alte Gabe war wieder da. 
Heutzutage schreibe ich nur für mich und nur dann, wenn die Muse sich heftig meldet und ich den Drang verspüre, etwas zu verfassen. 

Eine weitere Entdeckung des Alters ist, dass ich jetzt E-Books lese. Das hat mehrere Vorteile: ich spare Platz für Bücher ein, man vermag die Schrift zu  vergrößern und man kann das Smartphone oder das Tablet überall mitnehmen. 

Gestern zum Beispiel saß ich des Nachmittags auf einer Bank und las. Ab und an schaute ich die Menschen an, die vorüberzogen und dann las ich weiter. Wie angenehm. Ich muss nicht mehr ein dickes, schweres Buch mitschleppen. Alles im Smartphone. Wie praktisch. 

Der Herbst kommt, mit den ersten kühlen Tagen und noch kühleren Nächten. Ich freue mich auf meine Lieblingsjahreszeit. 

Dankbar bin ich auch, dass ich den Kontakt zu einer bösen Person abgebrochen hatte. Wir haben uns in einem vorigen Leben wohl nicht gut getan und die ist es jetzt beiderseitig abgetragen. 

Generell gilt: Wir treffen im Leben vielleicht zweimal einen wirklich bösen Menschen, dann sollten wir fliehen und den Kontakt vermeiden; wir treffen ebenfalls vielleicht zweimal im Leben  einen Deva oder Devi. Das ist eine Person, wir sehen sie und wir sind zutiefst berührt und spüren das Licht, was sie ausstrahlt und es erfüllt unser Herz mit gleißender Freude. 

Für beide Entitäten kann man dankbar sein: vom Bösen lernen und von den Devas uns zutiefst erfreuen und inspirieren  lassen. 


Samstag, 20. September 2025

Upekkha, Gleichmut

Upekkha ist eines der vier Brahmaviharas, d.h. die "Wohnstätten" der Götter. Sie gelten als vier Geisteszustände, die häufig geübt und kultiviert, zur Gemütserlösung führen. 

Diese Geisteszustände bedürfen der konkreten täglichen Übung, will man den schweren Pfad der Erleuchtung beschreiten. 
Auf einer "weltlichen" Ebene bedeuten sie, dass man sich als Mensch veredelt, dass heißt, ein edler Mensch wird und nach seinem Tod in den Götterbereichen neu erscheint. 

Upekkha bedeutet, dass wir Gleichmut als Regulativ sehen um überbordende Emotionen zu regulieren. 

Zu viel Freude kann zur Manie werden, zu viel negative Gedanken können zur Depression führen um es einmal sehr akzentuiert darzustellen. 
Upekkha bedeutet, jenseits der starken Pole zu gelangen und dadurch deutlich innerlich freier zu werden, weil wir in der Tat beginnen, nicht mehr oder weniger stark an den 10.000 Dingen zu haften und hierdurch klarer sehen, wie die Dinge sind. 
Upekkha bedeutet, sich weniger mit Freude und Leid zu identifizieren und eine "neutrale" Sichtweise zu generieren. 

Upekkha kann auch bedeuten, mit körperlichen Schmerzen so umzugehen, dass wir sie ertragen können.Hier kann es bedeuten, nicht gleich bei jedem Schmerz zur Tablette zu greifen. Schmerzen gehören zum Körper, genau so wie Freude, die der Körper erleben kann, wenn man zum Beispiel gestreichelt wird etc. 

Natürlich gilt dies nicht bei schweren Tumorschmerzen, wo eine medikamentöse Unterstützung notwendig ist. 

Upekkha bedeutet eine innere Ruhe zu entwickeln um nicht mehr dem "Tosen der Welt" so stark zu unterliegen, der inneren wie der äußeren Welt. Man sieht klarer, weil man nicht mehr so beteiligt ist. 

Einige spätsommerliche Impressionen aus Düsseldorf.

Freitag, 22. August 2025

Die grüne Wiese

Ich saß auf einer grünen Wiese
kräftig war das Grün 
viel waren die Blüten und Knospen 
erfreut haben sie mein Herz und erfrischt meinen Körper.

Des Sommers Jauchzen 
erfüllt die Welt mit Frohsinn und Leichtigkeit
Glücklich schaute ich das Licht in den Bäumen 
Und saß doch auf einem Totenacker 
warted auf das Heraufziehen meiner Dunkelheit
die mich ins Ankommen führt. 

Ein Besucher

Die Augenschwer
und geschlossen
vorbeiziehende Gesprachsfetzen
Eine Unzahl von Bildern, 
Erlebnissen und Erfahrungen
ziehen irrsinnig rasend aus dem Bewusstsein.

Wer war ich? Spielt dieser Gedanke noch irgendeine Rolle im Rausch des vorbeiziehenden Lebens? 
Hatte ich Geld, Titel oder Macht? Verflossen und ohne Belang. 
Hatte ich Kind und Frau oder war ich allein durch's Tal des Lebens geschritten? 
Wen kümmert's? 

Ich liege auf meinem Totenbett
der Atem schwer und Rasseland
Der Körper kalt und klamm
wo seid ihr meine Freunde? 
Wo sind die, die mich liebten? 
Keiner hört mein Krächzen 
kaum verständlich entweichen schwer
meine letzten Worte von den trockenen Lippen 

Dann bist du da, kommst freundlich in meinen Totenzimmer 
und leuchtende Freude ist. 

Der kleine Vogel

Ich sah dich auf dem Wege liegen
achtlos lagst du da
fast war es banal
Doch mein Herz, mein Herz war ganz wach und meine Seele ward ergriffen von Schwermut. 

Kleiner Vogel, wie hast du wohl gelebt, hattest du ein Leben voller Freude, Übermut und Fröhlichkeit? 
Hast du glücklich gesungen und warst im Licht des frühen Sommertages  erfüllt von deinem Lied was du geschenkt hast der Welt? 

Ich bin traurig und zugleich beglückt. Du wirst im ewigen Kreislauf nun zurückkehren zum Leben 
und wir alle werden sehen
wie du im Licht jenseits des Lichtes und der Dunkelheit 
neu erscheinst. 

Mittwoch, 6. August 2025

Sommerbilder: Licht und Schatten.

Sommerbilder: Ein warmer Tag, die Bäume gekleidet in Licht und doch, die Stille der Gräber ruft und erfrischt.

Sommerbilder: Die Gräber der Toten, nicht meint man, es ist noch ein langer Weg bis dorthin, jedoch bedenke, bald schon liegst du auch hier und der Baum wird dein alleiniger Zuhörer sein über noch lange Jahre hinweg.

Sommerbilder: Memento mori. In all der Lebendigkeit des Sommertages ist auch stets, ein Hauch nur, des Todes zu finden.

Sommerbilder: Bürgerhaus mit leuchtenden Baum.

Sommerbilder: Alte Ornamentik.

Sommerbilder: eine Kathedrale mit imposanter Orgel.

Sommerbilder: Ein altes Taufbecken

Sommerbilder: Eine Kathedrale.

Sommerbilder: Sitzbank in einer Kathedrale.

Sommerbilder. Das Licht in den Bäumen.

Einige kleine Impressionen: Sommerbilder, 2025

Montag, 9. Juni 2025

Etwas Nachdenkliches

Auf social Media gibt es mehrere mich nachdenklich stimmenden Trends:  Junge Frauen behaupten dort, ein Mann mit einem Einkommen unter 5000 Euro netto komme für die nicht in Frage. 
Ein zweiter Trend: Junge Frauen proklamieren in ihren Videos, dass sie keine Männer mehr brauchen würden; sie könnten alles allein. Männer waren eher eine Art Zeitverschwendung.
Ein dritter Trend: Männer seien generell alles Schuld, die Umweltverschmutzung, die CO2 Belastung; sie seien notorische Betrüger, Vergewaltiger und Schläger ad infinitum.

Dort,  wo solche Spaltungen gezielt geschaffen werden, in einer Gesellschaft, die schon extrem gespalten ist, dort kommt es zu einem Mehr an Unzufriedenheit und zu einer Gegenreaktion: Einige junge Männer sagen, Beziehung komme für sie  nicht mehr in Betracht, andere sagen, sie leben glücklicher allein und andere junge Männer fühlen sich als potentielle Vergewaltiger, Betrüger und Dumpfbacken stigmatisiert und verurteilt. In einem Video sah ich zwei queere Damen, die ernsthaft der Auffassung waren, alle (!) Männer zu töten. Sicherlich nicht die Mehrheit der Stimmen, jedoch nachdenklich machend, als Symptom der Zeit. 

Die alten Römer hatten einen klugen Satz, eine politische Ruchtschnur:  Teile (Spalte) und herrsche. Immer noch gilt,  hetze die Menschen gegeneinander auf und du wirst schalten und walten können, wie du es möchtest. 
Begleitet und gefördert wird dies  durch die öffentlichen Medien, die letztendlich Regierungsmedien sind. 

Als spiritueller Mensch bin ich besorgt, denn wenn man nur Spaltungen aufbaut, entsteht fast natürlich ein Gegenpol und noch mehr Kampf und Unfrieden entzweit Paare, Familien, Gesellschaften und Staaten, wie wir zur Zeit feststellen können. 

Wer bewusst spaltet, ist wahrscheinlich selbst schwer verletzt und beginnt, seinen Hass auf andere zu projizieren. Und von diesen Hass, dieses Übelwollen, davon  haben wir genug, wenn man all die Kriege, die Gewalt und Ungleichheit auf der Welt betrachtet. 

Gegensätze sind ursprünglich gut, weil beide Pole sich ergänzen und man jeweils ein anderes Denken und Fühlen kennenlernen kann. 
Im freundlichen Dialog
Gegensätze, die zu Spaltungen geformt und instrumentalisiert werden um Hass und Unfrieden zu säen, sind ein Werk der Zerstörung und keine Gegensätze mehr. 

Bei Gegensätzen ist stets eine Beziehung vorhanden, man bleibt in Neugier verbunden, sieht aber auch das gegenseitige Befruchtende im Austausch der Sichtweisen. 

Wir müssen unterscheiden zwischen Spaltungen und Gegensätzen: 
Spaltungen führen zur Separation; Gegensätze bedingen sich und korrelieren. 

Wenn man bewusst spaltet, ist man nicht mehr am Dialog interessiert sondern nur noch daran, seine Meinung, mitunter gewaltbereit, durchzusetzen. 
Diese Spaltungen führen dazu, dass noch mehr ausgebrannte Einsamkeit da ist, noch mehr Zorn und Unerfülltheit und Traurigkeit im Herzen. 

Gegensätze bedingen sich, sind aufeinander bezogen; Spaltungen führen zur Separation, der Sprachlosigkeit , dem nicht mehr zuhören wollen. Letztendlich führt dies zum Abbruch, dem Desaster. 

Wie können wir da hinaus? Zuerst einmal muss man Spalter und ihre Taktik erkennen, dann benötigt es Respekt für die andere Sichtweise und Neugier darauf, sie kennenzulernen. Dies setzt die Fähigkeit voraus, auch wirklich Zuhören zu können, einer Fähigkeit, welche immer mehr abnimmt in dieser Gesellschaft. 
Ferner benötigen wir ein freundliches, zugewandtes Herz und einen Verstand, der wach, aufmerksam und freudvoll an der gegensätzlichen Position  interessiert ist um von dieser zu lernen. 

Ein Geist, ein Denken kann zerstörerisch benutzt werden , jedoch auch fördernd, aufbauend und neugierig zugewandt.  Das wäre schon einmal ein guter Anfang. 

Donnerstag, 24. April 2025

Tagebuch

Heute hatte ich mich mit einem Freund, den ich seit fünfzehn Jahren nicht gesehen hatte wiedergetroffen. 
Wir hatte damals eine warmherziger Freundschaft, die - ich muss es ehrlich zugestehen - an Kleinigkeiten meinerseits zerbrach. 

Im letzten Jahr hatte ich des öfteren von ihm geträumt, hartnäckig kamen die Träume, so, als würden sie mich auffordern, etwas zu tun. 
Die Träume wiederholten sich in Abständen von Monaten und es war als hätte ich bei einem Puzzel ein Teil durch Unachtsamkeit verloren und hatte es unter einem Schrank beim Reinigen wiedergefunden um es gleichsam nach längerer Zeit wieder als letztes Teil ins Puzzel einzufügen um es komplett zu machen. 

In meiner Wahrnehmung war unser erstes Treffen nach fünfzehn Jahren wie damals mit kleinen anderen Nuancen, denn beide sind wir älter geworden und auch in unserer Spiritualität erfahrener, jedoch: der Humor, das gute Einvernehmen im Gespräch und unser freundliches gegenseitiges Bemühen, den jeweils anderen wieder kennenzulernen waren gleich geblieben.

Ich habe ihn gern beim Chinesen eingeladen und wir haben viel über Buddhismus und unsere Sicht auf das Dhamma während des Essens gesprochen und auch wie es uns persönlich ergangen ist in all den Jahren, was wir erlebt und was wir in dieser Zeit aufgebaut haben. 

Glücklich kann ich sein, dass ich meinen "drängenden Träumen" nachgegeben habe und mich mit diesem alten Freund wieder getroffen habe. 
Es wird nicht sein wie früher aber ein gleiches neugieriges und warmes Gefühl zueinander war noch feststellbar und wenn Nuancen anders waren, war es doch ein schönes und gutes Miteinander nach der langen Zeit. Wir hatten beide den Wunsch, ins wiederzusehen. 
Alle Dinge fügen sich vertrauensvoll in Amitabha. 



Dienstag, 15. April 2025

Vorbereitung

Vorbereitung auf einen online YouTube Vortrag. Man kann - wenn man an Psychologie und BWL interessiert ist - Andres Block in YouTube eingeben und dort findet man meine Videos. 

Samstag, 12. April 2025

Tagebuch

In den letzten Monaten hatte ich wirklich einiges zu tun im Lehrbetrieb: Modul-Prüfungen und danach die drei großen Abschlussprüfungen, welche stets viel Energie, gutes Sitzfleisch und auch eine gehörige Portion Nerven kosten. 
Mitunter war auch noch viel Unterricht zu tätigen; früh aufstehen, denn der ÖPNV in Deutschland ist sehr runtergekommen und unpünktlich um um 0700h a.m. mit den Seminaren zu beginnen. 
Mit früh aufstehen meine ich 0340h a.m. also mitten in der Nacht um dann - man sollte immer eine Bahn vorher fahren - einigermaßen pünktlich mit Zeitpolster den jeweiligen Unterricht zu beginnen. 

Nach dreieinhalb Monaten sind auch meine Fußverletzungen abgeheilt und auf gutem Wege. Allerdings - die Wunden sind zu - ist die neue Haut, die sich gebildet hat, noch sehr empfindlich und dünn, so dass ich immer "zur Sicherheit" meine Füße mit Polsterpflaster bedecke um nicht wieder die Wunden erneut zu öffnen durch Stöße oder wenn Menschen in der U-Bahn mir auf die Füße treten . Es waren doch Monate der Sorge, denn die Wunden waren von übler Natur. 

Was habe ich daraus gelernt? Mein Mitgefühl hat sich deutlich sensibilisiert und wenn ich Menschen mit Beinverletzungen oder Fußverletzungen sehe oder sogar Rollstuhlfahrer, dann wünsche ich Ihnen stets von Herzen Heilung. Auch nehme ich die Karuna bhavana stets täglich in meine Meditation auf und schicke Heilung und Schmerz-Freiheit. 

So hat doch auch eine Wunde einen spirituellen Benefit indem man sehr viel mehr sieht, wie viele Menschen leiden und man Ihnen zumindest Heilung und Gesundheit wünschen kann, nicht als Floskeln sindern aus vollem Herzen. 

Alles verändert sich, alles muss sterben. So auch Beziehungen. Ich habe mich von meiner Freundin getrennt indem ich es sanft einschlafen ließ. Vieles lief gar nicht mehr und ich hatte eher Widerwillen, sie noch zu sehen, sodass wir uns in immer größeren Abständen sahen. Mitunter monatelang gar nicht. 
Ich bin froh, dass es zuende ist und fühle mich wohl und befreit. Auch aus dieser Beziehung habe ich viel gelernt, so auch, dass man wirklich aufhören muss, immer etwas zu beschönigen, wenn es nichts zu beschönigen gab. Vielleicht im nächsten Tagebuch hierzu mehr. 

Als ordinierter Praktizierender entdecke ich das Theravada wieder. Ich bin einer online Meditations- und Studiengruppe beigetreten, welches von Nonnen und Mönchen geleitet wird. Eine unglaubliche Bereicherung, denn angefangen habe ich vor Jahrzehnten den Dharma mit der Theravada Lehre. Vieles ist bekannt, einiges neu und eine ganze Menge vermag ich zu vertiefen. Welch gutes Karma. 

Im Moment, so kann ich zusammenfassend sagen, geht es mir wohl und ich bin dankbar für so viele Dinge im Leben wie zum Beispiel - siehe oben - das Betrachten und Genießen der Apfel- und Kirschblüte, aber auch die jungen, von hellem Grün durch das Licht der Sonne leuchtenden Blätter. Der Frühling als Symbol des neuen Lebens nach dem Grimm des Winters, ist neben dem Herbst meine liebste Jahreszeit. 


Wunderschöne Natur.

Freitag, 11. April 2025

Apfelblüte

Ich stehe unter einem großen Apfelbaum 
Schaue in den blauen hellen Himmel
Wolkenlos
Unendlicher Raum
Lichtvolle Weite
Welch Glück ich habe als Mensch
der ich bin
Die Pracht der Apfelblüte zu erfahren
Mit all meinen Sinnen 
Nur Präsenz
Die Knospen vibrierend voller Energie des warmen Frühlingstages
und all das Rosa und Weiß der innewohnenden Schönheit der Blüte
Wahrzunehmen und zu erschauen
Freude
Einfach nur Freude
beglückt mein Herz
Ich stehe unter einem Apfelbaum 
unter einem blauen hellen Himmel
Unendlich

Blüte

Der Frühling ist dieses Jahr trocken und vor allen Dingen sehr sonnig. So blühen auch die Kirsch- Apfelbäume wunderbar. Hier eine Impression aus meinem Viertel. 

Samstag, 8. März 2025

Halte deinen Geist rein

Unser Geist wird häufig getriggert durch âußere Einflüsse, sei es nun durch Politik ("Ich stimme überhaupt nicht zu und verurteile die andere Partei...") oder durch den Meinungs- und Haltungsmüll der Medien oder durch die ganzen subtilen Beeinflussungen durch Social Media. 

Unser Geist wendet sich dem gern zu, ist parteiisch, meint, er hätte die richtige Haltung oder wird selbstgerecht, übrigens eine sehr große spirituelle Gefahr. 
So saugt sich unser Geist voll von Negativen. Wir verdrecken, vermüllen innerlich und sind in Folge davon unglücklich oder sogar voller Hass und Abneigung. 

Wichtig hierbei ist, dass wir es zuerst einmal erkennen, dass es uns schlecht geht und wir voller Hass und Depression sind.  Das Erkennen ist der erste wichtige Schritt!

Wir sollten uns von vermeidbaren Quellen wie Medien oder negativen Menschen zurückzuziehen.
Schalten wir einfach den Knopf aus oder benutzen diese Social Media App nicht mehr. Und schon kommt eine gewisse Ruhe in uns. Ich weiß, es ist schwer, aber irgendwo müssen wir anfangen. 

Wenn wir uns von negativen Menschen trennen oder den Kontakt deutlich reduzieren, dann können wir von ihnen auch nicht mehr getriggert werden. Auch hier entsteht Ruhe. 

Jedoch ist der innere Kampf auch notwendig: Durch Meditation und ethischen Handeln sowie durch Achtsamkeit auf unsere Gedanken und Gefühle, richten wir keinen Schaden an weder in uns selbst noch bei anderen. Auch hier entsteht Ruhe. 

Gehen wir so langsam, geduldig und hartnäckig vor, gewinnen wir langsam festen Grund unter unseren Füßen. 
Wenn es dann noch gelingt, den Geist auf Schönes, Freudiges zu richten und dann auch noch liebevoll handeln, dann sind wir auf einem sicheren freudvollen Weg. 

Möge es uns allen gelingen. 


Samstag, 15. Februar 2025

Großzügigkeit

Es gibt einige Formen von Großzügigkeit, die wir täglich üben und praktizieren können: Wir können zum Beispiel zu uns selbst großzügig sein, indem wir uns nicht permanent anklagen, beschimpfen und richten. Dieses führt eher dazu, dass wir noch negativer werden als wir es in diesem Augenblick der Selbstanklage schon sind.

Negatives schafft Negatives! 

Dieses sollten wir stets beachten und auch wissen, dass wir hiermit ungünstiges Karma erschaffen. 

Wir können uns nach einer vollbrachten schwierigen Aufgabe aufgrund unserer Leistung selbst ein kleines Geschenk machen. Dieses tut uns schlichtweg gut und wir honorieren unsere gute Leistung.  

Auch im Alltagsleben sollten wir uns daran erinnern, wie gerade unsere Handlungen sind. Haben wir freundlich gesprochen? Haben wir gütige Worte gesprochen oder haben wir gegeben? Das alles können wir positiv an uns bemerken, denn häufig bemerken wir nur die negativen Eigenschaften und Handlungen an uns und nicht all die vielen kleinen heilsamen Handlungen, welche wir tätigen. Zu sich selbst großzügig zu sein bedeutet, achtsam zu werden. 

Großzügigkeit nach außen bedeutet, dass wir unser Herz warm halten. Unser Herz möchte geben und hier gibt es viele Formen. Wir können materiell geben und jemanden eine Freude machen, wir können Zeit geben um einem Menschen zuzuhören, der vielleicht in einer schwierigen Lebenssituationen ist. Wie wunderbar! Wir können uns als gesegnet empfinden und glücklich. 

Einen wichtigen Aspekt möchte ich hier noch betonen: Großzügigkeit führt zu Glück. Haben- wollen schafft häufig Unzufriedenheit (es gibt ja stets etwas besseres) und Unglück. Wer meint, er wird glücklich, indem er nur nimmt und besitzt, der wird merken, dass das Raffen nach Besitz letztendlich nicht glücklich macht. 

Glück entsteht durch Loslassen und Geben sowie Schenken. Es macht unser Herz wirklich satt und oftmals bemerken wir, dass wir der Beschenkte sind wenn wir etwas geben. 

Sonntag, 9. Februar 2025

Loslassen bedeutet in einem Aspekt, sich nicht zu identifizieren.

Kevelaer Februar 2025

Tagebuch Besuch in Kevelaer
Vor rund zwei Wochen war ich mit einer Freundin in Kevelaer.  Das Wetter war, wie ersichtlich, sehr schön und die Hinreise mit der DB war einigermaßen störungsfrei. 
Kevelaer ist mit rund 24000 Einwohnern ein bislang gepflegtes Srädtchen. Geprägt wird die Stadt durch die Kirchen, welche alle auf ihrer Art sehr beeindruckend sind. 

Die St. Antonius Kirche ist die größte der Kirchen: Sie wurde im Jahr 1982 bei einem Großbrand schwer beschädigt und 1987 wiedereröffnet unter großer Beteiligung der Bürger. Mir gefällt diese Kirche sehr, weil sie ein stilvoller Wiederaufbau ist und nicht ein Betonmonster entstanden ist, welches seelenlos hochgezogen wurde, wie es in den 80er Jahren üblich war. 

Wir sind dann noch in einem Orient Markt direkt am Bahnhof kurz einkaufen gewesen um dann in der Stadt in ein Restaurant einzukehren. 

Gefreut habe ich mich, dass ich trotz meiner schweren Fußverletzung, die im November dazu geführt hatte, dass ich circa sechs Wochen nicht hinaus kam, ich einigermaßen gut zu Fuß sein konnte. Es ist zwar noch nicht alles gut, es geht aber langsam aufwärts. 

Die Rückreise verlief katastrophal. Der Zug, der normalerweise ca. eine Stunde braucht, benötigte zwei Stunden zwanzig für die Strecke. 
Oftmals musste der Zug halten, weil beschrankte Bahnübergänge manuell bedient werden mussten, da der Schaffner die Schranken per Hand hoch führte. Desgleichen musste der Zug öfter auf freier Strecke anhalten bis die Weiterfahrt per Signal möglich war. Deutschland ist mittlerweile in Bereichen ein Entwicklungsland geworden. 

Alles in allem ein recht plaisierlicher Tag.